Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kohlrabi, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kohlrabi(s) · Nominativ Plural: Kohlrabi(s)
Aussprache 
Worttrennung Kohl-ra-bi
Herkunft Kohl
eWDG

Bedeutung

Sorte des Kohls mit einer großen, fleischigen Verdickung des Stängels, die als Gemüse dient
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kohl1 · Kohlrübe · Kohlrabi
Kohl1 m. Name einer in vielen Arten vorkommenden Gemüsepflanze, ahd. kōl (8. Jh.), mhd. kōl, kœl(e), asächs. kōli, mnd. kōl, mnl. cōle, cool, nl. kool, aengl. cāwel, cāul sind entlehnt aus lat. caulis (bzw. dessen Varianten spätlat. caulus, vlat. cōlis, cōlus) ‘Stengel, Stiel, Strunk, Kohl’ (verwandt mit hohl, s. d.). Die Germanen übernehmen hier wie bei zahlreichen anderen Gemüsesorten Sache und Bezeichnung von den Römern. Ital. cavolo rapa, aus spätlat. caulus (s. oben) und lat. rāpa (s. Rübe), besonders dessen mundartliche Formen cavolo rapone, calarabi, colrabi, cauliravi für verschiedene Arten und Unterarten des Kohls, führt zu den Entlehnungen Kohlrübe f. (bezeugt 18. Jh., doch wohl älter) für eine als Viehfutter oder Kochgemüse verwendete Kohlart (‘Steckrübe’) mit fleischig verdickter Wurzel (unter Anlehnung des zweiten Wortbestandteils an Rübe) und Kohlrabi m. (bezeugt 17. Jh.), das teils für ‘Steckrübe’ (landschaftlich Kohlrabi unter der Erde, Unterkohlrabi), teils (vor allem literatursprachlich) für eine Unterart des Kohls mit über der Erde knollenartig verdicktem Stengel gilt (landschaftlich Kohlrabi über der Erde, Oberkohlrabi).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kohlrabi · Rübkohl
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Kohlrabi‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kohlrabi‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kohlrabi‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Preis für Kohlrabi hat sich verdoppelt, liegt bei über einer Mark. [Bild, 24.12.2001]
Die vorbereiteten Kohlrabi etwa 5 Minuten vorkochen, aushöhlen und füllen. [o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 63]
Was beim Weißkohl gesagt wurde, trifft verstärkt für den Kohlrabi zu. [o. A.: Ratgeber für den Feingemüsebau im Freiland, Berlin: VEB Dt. Landwirtschaftsverl 1962, S. 283]
Den Kohlrabi schneide ich durch, und dann habe ich für zwei Tage etwas Frisches. [Die Zeit, 03.03.1989, Nr. 10]
Auf die Höhe des Humusgehaltes reagiert der Kohlrabi schwächer als die meisten anderen Gemüsearten. [o. A.: Ratgeber für den Feingemüsebau im Freiland, Berlin: VEB Dt. Landwirtschaftsverl 1962, S. 285]
Zitationshilfe
„Kohlrabi“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kohlrabi>.

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