Koje, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Koje · Nominativ Plural: Kojen
Aussprache
WorttrennungKo-je
HerkunftNiederländisch
Wortbildung mit ›Koje‹ als Letztglied: ↗Ausstellungskoje · ↗Schlafkoje · ↗Verkaufskoje
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
fest eingebautes, schmales Bett, besonders auf Schiffen
Beispiel:
Wahrscheinlich schlief er [der Leichtmatrose] schon in seiner Koje [JahnnHolzschiff85]
salopp Bett
Beispiele:
er sank todmüde in seine Koje
marsch, in die Kojen!
2.
nach oben und nach einer Seite offener, kleiner Raum, besonders auf Ausstellungen
Beispiele:
die Möbel werden in Kojen gezeigt, die etwa den Maßen der Räume in Neubauten entsprechen
der Verlag stellt in Koje 534 aus
Aus den längst zu engen Handelshöfen und Budenstraßen zog die Messe um in die Kojen der Messepaläste [Urania1965]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Koje f. ‘Schlafstätte auf Schiffen, festeingebautes Bett in einer Schiffskajüte’, dann auch ‘abgeteilter Bereich eines Raumes’ (besonders bei Ausstellungen). Aus lat. cavea ‘Höhlung, Behältnis, Käfig’ (woraus auch ↗Käfig, s. d.) entlehntes mnl. cooye, coye, mnd. kōje ‘enger Verschlag, Stall’ entwickelt in der nl. Seemannssprache die Bedeutung ‘Schlafplatz’, die von mnl. cooye, coye, nl. kooi auf nd. Koje übergeht. In diesem Sinne wird Koje im 17. Jh. in die Literatursprache aufgenommen.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aussteller Bord Deck Decke Galerie Galerist Gang Kabine Kajüte Kammer Koje Labyrinth Malerei Pantry Prunkstück Salon Vorhang bequem bestücken einbauen einrichten eng geräumig kriechen mieten schlafen schmal schmücken zieren übernachten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Koje‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur der Kapitän schlief allein in einer Koje hinten unter dem Deck.
Heym, Georg: Der Dieb. In: Deutsche Literatur, Berlin: Directmedia Publ. 1998 [1911], S. 10743
Und danach muss ich es schaffen, in meiner Koje zu schlafen.
Die Zeit, 02.09.2012, Nr. 35
Die brauchen was zum Essen, zum Anziehen und eine warme Koje zum Schlafen.
Der Tagesspiegel, 24.01.2003
Er sprang schließlich mit beiden Füßen aus der Koje und war dadurch plötzlich wach.
Löhndorff, Ernst Friedrich: Südwest-Nordost, Bremen: Schünemann 1936 [1936], S. 25
Als er endlich in seine Koje kam, fiel er fast auf sein Bett.
Matthiessen, Wilhelm: Das Mondschiff. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1949], S. 329
Zitationshilfe
„Koje“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Koje>, abgerufen am 21.02.2019.

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