Kokain, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Kokains · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungKo-ka-in
Herkunftindianische Sprachen
Wortbildung mit ›Kokain‹ als Erstglied: ↗Kokainsucht · ↗kokainsüchtig
eWDG, 1969

Bedeutung

Rauschgift, Betäubungsmittel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kokain · Koks1 · koksen · Kokser
Kokain n. Der Name eines südamerikanischen Strauches und seiner von den Indianern als Stimulans gekauten Blätter lautet in den peruanischen und bolivianischen Indianersprachen Aimara und Ketschua (in span. Umschrift) coca, cuca, im Dt. entsprechend Coca (zufrühest in Reisebeschreibungen des ausgehenden 16. Jhs.). Davon abgeleitet (mit der zur Bildung von Substanzbezeichnungen geläufigen Nachsilbe -īn) ist Kokain (19. Jh.) für das aus den Blättern des Kokastrauches gewonnene oder synthetisch hergestellte Alkaloid, das zur örtlichen Betäubung verwendet und auch als Rauschgift gebraucht wird. Unter Süchtigen wird der Ausdruck teils vereinfachend, teils verhüllend in Lautgestalt und Genus an ↗Koks (s. d.) völlig angeglichen und zu Koks1 m. umgebildet, mit den Ableitungen koksen Vb. und Kokser m. (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kokain  ●  C17H21NO4  fachspr. · ↗Coke  ugs. · C₁₇H₂₁NO₄  fachspr. · ↗Koks  ugs. · Nose Candy  ugs. · ↗Schnee  ugs. · ↗Snow  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alkohol Amphetamin Cannabis Crack Droge Ecstasy Ecstasy-Pille Ecstasy-Tablette Gramm Hasch Haschisch Heroin Kilogramm Konsum Marihuana Morphium Opiat Opium Prostituierte Rauschgift Schwarzmarktwert beschlagnahmen beschlagnahmt dealen hochrein konsumieren schmuggeln schnupfen sicherstellen Überdosis

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kokain‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Damals war es noch ziemlich einfach, an synthetisches Kokain zu kommen.
Arjouni, Jakob: Chez Max, Zürich: Diogenes 2006, S. 11
Nun soll es Kokain sein und schon schreit die Nation.
Bild, 25.10.2000
Obwohl Bess hartnäckig bleibt, lässt ihr der Dealer ein Päckchen Kokain zurück.
Fath, Rolf: Werke - P. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 24387
Er hatte Kokain genommen, und es war schlecht für ihn.
Der Tagesspiegel, 01.12.1997
Da nahm sie, es war Ende 1905, eine starke Dosis Kokain, um sich zu vergiften.
Friedländer, Hugo: Die Ermordung des Grafen Komarowski vor dem Schwurgericht zu Venedig. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 833
Zitationshilfe
„Kokain“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kokain>, abgerufen am 21.01.2019.

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