Koks, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kokses · Nominativ Plural: Kokse · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Koks‹ als Erstglied: ↗Koksbaron · ↗Koksgabel · ↗Kokshalde · ↗Kokshochofen · ↗Kokskohle · ↗Koksofen
 ·  mit ›Koks‹ als Letztglied: ↗Braunkohlekoks · ↗Braunkohlenkoks · ↗Eisenkoks · ↗Gaskoks · ↗Grudekoks · ↗Hüttenkoks · ↗Schwelkoks
 ·  mit ›Koks‹ als Grundform: ↗koken
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
nicht rußender und geruchlos brennender, fester Brennstoff mit großer Heizkraft, der bei der Verschwelung von Steinkohle oder Braunkohle entsteht
Beispiele:
Koks (ver)feuern
mit Koks heizen
der Koks schwelt, brennt
Koks wird zur Verhüttung von Eisenerz gebraucht
2.
nur im Singular
salopp, scherzhaft Geld
Beispiel:
der muss aber viel Koks haben!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kokain · Koks1 · koksen · Kokser
Kokain n. Der Name eines südamerikanischen Strauches und seiner von den Indianern als Stimulans gekauten Blätter lautet in den peruanischen und bolivianischen Indianersprachen Aimara und Ketschua (in span. Umschrift) coca, cuca, im Dt. entsprechend Coca (zufrühest in Reisebeschreibungen des ausgehenden 16. Jhs.). Davon abgeleitet (mit der zur Bildung von Substanzbezeichnungen geläufigen Nachsilbe -īn) ist Kokain (19. Jh.) für das aus den Blättern des Kokastrauches gewonnene oder synthetisch hergestellte Alkaloid, das zur örtlichen Betäubung verwendet und auch als Rauschgift gebraucht wird. Unter Süchtigen wird der Ausdruck teils vereinfachend, teils verhüllend in Lautgestalt und Genus an ↗Koks (s. d.) völlig angeglichen und zu Koks1 m. umgebildet, mit den Ableitungen koksen Vb. und Kokser m. (20. Jh.).

Koks2 · (ver)koken · Kokerei
Koks2 m. ‘fester Brennstoff, der bei der Verschwelung von Stein- oder Braunkohle entsteht’, um 1800 entlehnt aus engl. cokes, dem häufig gebrauchten Plural von coke ‘Koks’; im Dt. in der Folge als Singular verstanden. Herkunft unbekannt. (ver)koken Vb. ‘Koks herstellen’ (19. Jh.). Kokerei f. (19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Braunkohle Brikett Crack Ecstasy Eisenerz Erdölprodukt Erz Halde Haldenbestand Hasch Heroin Hochofen Kalk Kohle Kokskohle Nebenprodukt Nutte Roheisen Ruhrkohle Schrott Steinkohle Teer Walzgut Walzmaterial Walzstahl Weltmarktpreis Zink metallurgisch schnupfen verfeuern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Koks‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allerdings lagerte der Koks zu Hause nicht so hoch gehäuft.
Schlink, Bernhard: Der Vorleser, Zürich: Diogenes 1995, S. 17
Wenn dies noch nicht genügt, wird manchmal auch der Koks berieselt.
Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 477
Man heizt je nach dem System mit Kohle oder Koks.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 207
Guter Koks ist sehr hart, feinporig, hellklingend, hat metallischen Glanz; brennt ziemlich rauchfrei.
o. A.: Das Lexikon der Hausfrau, Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 169
Kokereien sind industrielle Anlagen zur Umwandlung (bestimmter Sorten) von Steinkohle in Koks.
o. A. [cu]: Kokerei. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1977]
Zitationshilfe
„Koks“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Koks#1>, abgerufen am 19.02.2019.

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Koks, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kokses · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Koks‹ als Grundform: ↗Kokse · ↗koksen
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp Kokain
Beispiele:
er handelt heimlich mit Koks
in den Lazaretten gab es genug Koks und Spritzen ... die Versuchung war wohl zu groß [BaumKristall195]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kokain · Koks1 · koksen · Kokser
Kokain n. Der Name eines südamerikanischen Strauches und seiner von den Indianern als Stimulans gekauten Blätter lautet in den peruanischen und bolivianischen Indianersprachen Aimara und Ketschua (in span. Umschrift) coca, cuca, im Dt. entsprechend Coca (zufrühest in Reisebeschreibungen des ausgehenden 16. Jhs.). Davon abgeleitet (mit der zur Bildung von Substanzbezeichnungen geläufigen Nachsilbe -īn) ist Kokain (19. Jh.) für das aus den Blättern des Kokastrauches gewonnene oder synthetisch hergestellte Alkaloid, das zur örtlichen Betäubung verwendet und auch als Rauschgift gebraucht wird. Unter Süchtigen wird der Ausdruck teils vereinfachend, teils verhüllend in Lautgestalt und Genus an ↗Koks (s. d.) völlig angeglichen und zu Koks1 m. umgebildet, mit den Ableitungen koksen Vb. und Kokser m. (20. Jh.).

Koks2 · (ver)koken · Kokerei
Koks2 m. ‘fester Brennstoff, der bei der Verschwelung von Stein- oder Braunkohle entsteht’, um 1800 entlehnt aus engl. cokes, dem häufig gebrauchten Plural von coke ‘Koks’; im Dt. in der Folge als Singular verstanden. Herkunft unbekannt. (ver)koken Vb. ‘Koks herstellen’ (19. Jh.). Kokerei f. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kokain  ●  C17H21NO4  fachspr. · ↗Coke  ugs. · C₁₇H₂₁NO₄  fachspr. · Koks  ugs. · Nose Candy  ugs. · ↗Schnee  ugs. · ↗Snow  ugs.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Kohle · Koks  ●  Grubengold  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Braunkohle Brikett Crack Ecstasy Eisenerz Erdölprodukt Erz Halde Haldenbestand Hasch Heroin Hochofen Kalk Kohle Kokskohle Nebenprodukt Nutte Roheisen Ruhrkohle Schrott Steinkohle Teer Walzgut Walzmaterial Walzstahl Weltmarktpreis Zink metallurgisch schnupfen verfeuern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Koks‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da die Konkurrenz mörderisch ist, kämpfen Filmer und Fotoreporter ihre Angst mit Koks nieder.
konkret, 1984
Und heute wird er uns seinen schweren Fehler mit dem Koks gestehen.
Bild, 12.01.2001
Freilich kann der den Koks nicht zu diesem Preis kaufen.
Die Zeit, 13.08.1982, Nr. 33
Der hatte immer viel Koks, viele Frauen und sah unwahrscheinlich gut aus.
Der Tagesspiegel, 13.06.2002
Gut, für die fünf Gramm Koks käme was auf ihn zu.
Kopetzky, Steffen: Grand Tour, Frankfurt am Main: Eichborn 2002, S. 1008
Zitationshilfe
„Koks“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Koks#2>, abgerufen am 19.02.2019.

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Koks, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kokses · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp Unsinn, Unfug
Beispiele:
das ist doch alles Koks
rede, mach keinen Koks
so ein Koks!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kokain · Koks1 · koksen · Kokser
Kokain n. Der Name eines südamerikanischen Strauches und seiner von den Indianern als Stimulans gekauten Blätter lautet in den peruanischen und bolivianischen Indianersprachen Aimara und Ketschua (in span. Umschrift) coca, cuca, im Dt. entsprechend Coca (zufrühest in Reisebeschreibungen des ausgehenden 16. Jhs.). Davon abgeleitet (mit der zur Bildung von Substanzbezeichnungen geläufigen Nachsilbe -īn) ist Kokain (19. Jh.) für das aus den Blättern des Kokastrauches gewonnene oder synthetisch hergestellte Alkaloid, das zur örtlichen Betäubung verwendet und auch als Rauschgift gebraucht wird. Unter Süchtigen wird der Ausdruck teils vereinfachend, teils verhüllend in Lautgestalt und Genus an ↗Koks (s. d.) völlig angeglichen und zu Koks1 m. umgebildet, mit den Ableitungen koksen Vb. und Kokser m. (20. Jh.).

Koks2 · (ver)koken · Kokerei
Koks2 m. ‘fester Brennstoff, der bei der Verschwelung von Stein- oder Braunkohle entsteht’, um 1800 entlehnt aus engl. cokes, dem häufig gebrauchten Plural von coke ‘Koks’; im Dt. in der Folge als Singular verstanden. Herkunft unbekannt. (ver)koken Vb. ‘Koks herstellen’ (19. Jh.). Kokerei f. (19. Jh.).
Zitationshilfe
„Koks“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Koks#3>, abgerufen am 19.02.2019.

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