Kolibri, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kolibris · Nominativ Plural: Kolibris
Aussprache
WorttrennungKo-li-bri (computergeneriert)
Herkunftindianische Sprachen
eWDG, 1969

Bedeutung

in Amerika beheimateter, sehr kleiner, den Seglern nahe verwandter Vogel mit langem, dünnem Schnabel und buntem, metallisch glänzendem Gefieder, der sich von Nektar und kleinen Insekten ernährt und auch rückwärts und auf der Stelle fliegen kann
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kolibri m. Der Name des in Amerika beheimateten sehr kleinen Vogels mit metallisch glänzendem Gefieder ist seit dem 17. Jh. im Frz. und Dt. bezeugt. Es scheint, daß frz. colibri bei französischen Siedlern der Kleinen Antillen entstanden ist. Während Friederici 199 f. keine Verbindung zu einem einheimischen Wort herstellen kann, hält de Vries Nl. 345 Anschluß an ein in der Eingeborenensprache der Insel Cayenne vorhandenes colib(a)ri ‘glänzende Oberfläche’ für möglich, so daß der Vogel nach seiner Färbung benannt sein könnte. Dagegen glaubt Bloch/W. ¹¹141 an eine Ableitung von frz. (mundartlich) colobro ‘Natter’, da der Vogel, einer Giftschlange ähnlich, durch seine schillernde Farbe und durch aufgeregtes, aggressives Gebaren auffalle.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Affen Bienen Blüten Flug Flügeln Flügelschlag Insekten Papageien Schmetterlinge Spatzen Spinne Vögel bestäubt bunte flattern saugen schwirren umschwirren winzige

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DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Wagen mit den Kolibris ist ein abgeschlossenes System mit einer konstanten Masse.
Die Zeit, 30.07.2007, Nr. 31
Kolibris zwitschern, lassen sich zwischen dem satten Grün bereitwillig fotografieren.
Bild, 25.02.2005
Auch die Fasanen und besonders die Kolibris sind sehr artenreiche Gruppen.
Hesse, Richard: Der Tierkörper als selbständiger Organismus, Leipzig u. a.: B. G. Teubner 1910, S. 621
Nach tagelangem Forschen hatte ich das Glück, ein Orchideenversteck und das Nest eines Kolibris aufzufinden.
Rangnow, Rudolf: Tropenpracht und Urwaldnacht, Braunschweig: Gustav Wenzel & Sohn 1938 [1938], S. 125
Bei den Kolibris vereint sich die Pracht des Gefieders mit den atemberaubenden Flugkunststücken des Männchens.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 107
Zitationshilfe
„Kolibri“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kolibri>, abgerufen am 22.01.2018.

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