Koma, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Komas · Nominativ Plural: Komas/Komata
Aussprache 
Worttrennung Ko-ma
Wortbildung  mit ›Koma‹ als Erstglied: Komasaufen · Komatrinken  ·  mit ›Koma‹ als Letztglied: Wachkoma
Herkunft zu comamlat ‘Schlaf(sucht)’ < kṓmagriech (κῶμα) ‘tiefer, fester Schlaf’
eWDG

Bedeutung

Medizin Zustand lang andauernder, tiefer Bewusstlosigkeit
Beispiel:
im Koma liegen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Koma n. ‘tiefe Bewußtlosigkeit’. Griech. kṓma (κῶμα) ‘tiefer, fester Schlaf’ dient bereits den Ärzten der Antike zur Bezeichnung krankhafter Schlafzustände. Es setzt sich fort in mlat. coma ‘Schlaf(sucht)’ und erscheint im 18. Jh. in der lat. Wissenschaftssprache der Medizin als coma (somnolentum) ‘Schlafsucht’. Im 19. Jh. nimmt der Fachausdruck Koma die oben genannte Bedeutung an.

Typische Verbindungen zu ›Koma‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Koma‹.

Verwendungsbeispiele für ›Koma‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie ist aus dem Koma erwacht, aber Sprechen fällt ihr sehr schwer.
Bild, 29.05.2004
Das sogenannte künstliche Koma dagegen umschreibt ein etabliertes Instrument der Intensivmedizin.
o. A. [roe]: Künstliches Koma. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1997]
Das einst so stolze Reich, das sich als Mittelpunkt der Welt sah, sank ins Koma.
Der Spiegel, 26.06.1989
Ursache für ein tiefes Koma ist meist eine Schädigung des Hirnstammes.
o. A. [ajm]: Koma. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1998]
Als die Religion in der Moderne endgültig ins Koma fiel, traten »Weltanschauungen« an ihre Stelle.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 336
Zitationshilfe
„Koma“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Koma#1>, abgerufen am 23.09.2021.

Weitere Informationen …

Koma, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Koma · Nominativ Plural: Komas
Aussprache 
Worttrennung Ko-ma
Herkunft zu kómēgriech (κόμη) ‘Haupthaar’, auch ‘Kometenschweif’
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutungen

1.
Astronomie lang gestreckte, schweifartige Nebelhülle um den Kern eines Kometen
Kollokationen:
mit Genitivattribut: die Koma des Kometen
in Koordination: Schweif und Koma [des Kometen]
Beispiele:
Um den festen Kometenkern bildet sich eine Hülle aus Gas und kleineren Staubpartikeln, die Koma. [Neue Zürcher Zeitung, 31.12.2014]
[…] [Die Raumsonde] Contour [soll] […] Daten über die chemische Zusammensetzung der Gas‑ und Staubteilchen liefern, die von den Kometen wegströmen und die Koma sowie den Kometenschweif entstehen lassen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2000]
Obwohl für menschliche Augen längst unsichtbar, ist der Komet noch immer von einer riesigen Koma aus Gas und Staub umgeben. [Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, 1998 [1997]]
Bei der Annäherung an die Sonne verdampfen die Gase und bilden eine leuchtende Hülle um den Kern, die Koma, von der dann der auffallende Kometenschweif durch den Lichtdruck und den Sonnenwind fortgetrieben wird. [Die Zeit, 20.05.1966, Nr. 21]
2.
Optik Linsenfehler, durch den auf der Bildfläche eine kometenschweifähnliche Abbildung statt eines Punktes entsteht

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Koma“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Koma#2>, abgerufen am 23.09.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Köm
Kolumnist
Kolumnentitel
Kolumne
Kolumbus
Komasaufen
komatös
Komatrinken
Kombattant
Kombi