Komet, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kometen · Nominativ Plural: Kometen
Aussprache  [koˈmeːt]
Worttrennung Ko-met
Herkunft Griechisch
Wortbildung  mit ›Komet‹ als Erstglied: ↗Kometenbahn · ↗Kometenschweif · ↗Kometensonde · ↗kometenartig · ↗kometenhaft
 ·  mit ›Komet‹ als Grundform: ↗kometar
eWDG, 1969

Bedeutung

Astronomie neblig aussehender Himmelskörper, der aus Kern, Koma und Schweif besteht und sich auf einer langgestreckten Bahn um die Sonne bewegt
Beispiele:
ein leuchtender Komet
der Schweif des Kometen
Lindenberg knallte die Hacken zusammen und verschwand wie ein Komet (= sehr schnell, blitzartig) [ KirstNull-Acht Fünfzehn386]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Komet m. ‘Schweifstern’, mhd. komēte, Entlehnung aus gleichbed. lat. comēta, comētēs. Zugrunde liegt griech. komḗtēs (κομήτης) ‘haartragend, langhaarig’ und danach, auf der Vorstellung ‘haartragender Stern’ beruhend, auch Bezeichnung des Himmelskörpers. Zu griech. kómē (κόμη) ‘Haupthaar’, auch ‘Kometenschweif’.

Thesaurus

Astronomie
Synonymgruppe
Irrstern · ↗Meteor · ↗Schweifstern  ●  Komet  Hauptform
Unterbegriffe
  • Bolid · ↗Bolide · ↗Feuerball · ↗Feuerkugel
  • Oortsche Wolke · zirkumsolare Kometenwolke · Öpik-Oort-Wolke
  • Halleyscher Komet · Komet Halley
  • 67P/Churyumov-Gerasimenko · Tschuri · Tschurjumow-Gerassimenko
  • Großer Januarkomet · Tageslichtkomet

Typische Verbindungen zu ›Komet‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Komet‹.

Verwendungsbeispiele für ›Komet‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch die Bahnen von hellen Kometen sind recht gut bekannt.
Der Tagesspiegel, 02.02.2000
Foster ist Star in einem an Kometen sonst eher armen Gewerbe.
Süddeutsche Zeitung, 18.04.1997
Auf diesen realistischen Photos sieht der Komet eher wie ein langweiliger schmutziger Schneeball aus.
o. A. [H. L.]: Falschfarben. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1986]
Aber nochmals erstrahlte sie in bläulichem Glanze wie ein Komet.
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 291
Und unzählige Kometen, die aus festeren Luftstoffen zu bestehen schienen, schwirrten ausserdem noch überall durch.
Scheerbart, Paul: Liwûna und Kaidôh. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1901], S. 14730
Zitationshilfe
„Komet“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Komet>, abgerufen am 30.11.2020.

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