Komma, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Kommas · Nominativ Plural: Kommas/Kommata
Aussprache
WorttrennungKom-ma
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Komma‹ als Letztglied: ↗Festkomma · ↗Gleitkomma
eWDG, 1969

Bedeutung

Satzzeichen, das gleichartige Satzglieder voneinander trennt und einen zusammengesetzten Satz sinnvoll gliedert (»,«)
Beispiele:
ein Komma setzen
muss hier ein Komma stehen?
der Nebensatz wird durch ein Komma abgetrennt, wird in Kommas eingeschlossen
Trennungszeichen zwischen den ganzen und den Bruchzahlen bei Dezimalbrüchen
Beispiele:
das Ergebnis bis auf zwei Stellen nach, hinter dem Komma berechnen
zwei Komma acht Meter (2,8 m)
umgangssprachlich, scherzhaft Null Komma nichts (= gar nichts)
Beispiel:
er hat den ganzen Tag Null Komma nichts gemacht
in Null Komma nichts (= in sehr kurzer Zeit, sehr schnell)
Beispiel:
sie waren in Null Komma nichts damit fertig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Komma n. ‘Trennungszeichen, Satzglieder und Teilsätze voneinander trennendes Interpunktionszeichen’, Übernahme von lat. comma, griech. kómma (κόμμα) ‘Einschnitt, Abschnitt (einer Periode), Teil eines Verses’, eigentlich ‘Ein-, Abgeschnittenes, das Gehauene, Geschlagene’, zu griech. kóptein (κόπτειν) ‘stoßen, schlagen, hauen, hämmern’. Der griech.-lat. Fachausdruck erscheint in dt. Texten für das einen Text in Abschnitte gliedernde Satzzeichen (2. Hälfte 15. Jh.), dann auch in der alten Bedeutung ‘Abschnitt eines Textes’ (1. Hälfte 16. Jh.); dafür ahd. untarskeid, -skeit (8. Jh.), untarskeitunga (10. Jh.), -skeidunga (Hs. 12. Jh.). Als dt. Bezeichnung für das Interpunktionszeichen begegnen Strichlein, Beistrychlein (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Komma  ●  ↗Beistrich  österr.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Kommas (plural) · Kommata (plural)

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anführungszeichen Ausrufezeichen Ausrufungszeichen Bindestrich Dezimalstelle Doppelpunkt Erdnussbutter Feilschen Gedankenstrich Hauptsatz Infinitiv Komma Leerzeichen Nebensatz Null Prozentzahl Punkt Satzzeichen Semikolon Sieb Sieben Stelle Stellen Zehntelstelle Ziffer pythagoreisch pythagoräisch runden verrutschen weglassen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Komma‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit der 4 vor dem Komma würde uns die Haut abgezogen.
Bild, 20.04.2002
Spätestens im nächsten Jahr erwarten Banker die zwei vor dem Komma.
Der Tagesspiegel, 15.08.1997
Das Komma hinter der Anrede war viel zu dick geworden.
Müller, Herta: Herztier, Reinbek: Rowohlt 1994, S. 101
Bei gleichen Zahlen rechts vom Komma entscheidet der Bundeswahlleiter per Los.
o. A. [(AP)]: Sitzverteilung nach Hare-Niemeyer. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1987]
In der Wahlkampf-Sache bin ich mit Ihnen bis ins letzte Komma einverstanden.
Tucholsky, Kurt: An Carl von Ossietzky, 12.03.1932. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1932], S. 9863
Zitationshilfe
„Komma“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Komma>, abgerufen am 17.11.2019.

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