Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kommode, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kommode · Nominativ Plural: Kommoden
Aussprache 
Worttrennung Kom-mo-de
Wortbildung  mit ›Kommode‹ als Erstglied: Kommodenkasten · Kommodenschublade  ·  mit ›Kommode‹ als Letztglied: Drahtkommode · Empirekommode · Frisierkommode · Herrenkommode · Knautschkommode · Quatschkommode · Quetschkommode · Waschkommode · Wickelkommode · Wäschekommode
Herkunft aus gleichbedeutend commodefrz < commodefrz ‘bequem, angenehm’ (kommod)

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. kastenförmiges Möbelstück mit mehreren Schubladen
  2. 2. [salopp, abwertend] altes Klavier
eWDG

Bedeutungen

1.
kastenförmiges Möbelstück mit mehreren Schubladen
Beispiele:
eine braune, alte Kommode
etw. auf der Kommode abstellen, in die Kommode legen
die Schubladen der Kommode aufziehen
2.
salopp, abwertend altes Klavier
Beispiel:
Eine ganz veraltete Kommode anscheinend, es klang, als seien die Saiten vertrocknet, die Hämmer ohne Filz [ F. HartlaubVon unten gesehen59]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kommod · Kommode · inkommodieren
kommod Adj. ‘bequem, angenehm’ (heute nur noch öst. und mundartlich), im 18. Jh. entlehnt aus gleichbed. frz. commode, das auf lat. commodus ‘entsprechend, zweckmäßig, bequem’ (eigentlich ‘mit, nach Maß’, zu lat. modus ‘Maß’, s. Modus) zurückgeht. Bereits im 17. Jh. in dt. Texten bezeugtes commode beruht auf direkter Übernahme des Adverbs lat. commodē. – Kommode f. ‘bequem, handlich eingerichtetes Möbelstück mit Schubfächern’ (18. Jh.), Entlehnung von gleichbed. frz. commode, dem substantivierten Fem. des Adjektivs. inkommodieren Vb. ‘belästigen, stören’ (17. Jh.), aus gleichbed. frz. incommoder (lat. incommodāre ‘unbequem sein, lästig fallen, beeinträchtigen’, zu lat. incommodus ‘unangemessen, unbequem’).

Typische Verbindungen zu ›Kommode‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kommode‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kommode‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber etwas fehlt Moni. Sie bleibt vor der Kommode stehen. [Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 04.04.1928]
Zehn Stunden später stand die verwandelte Kommode an gleicher Stelle. [Die Zeit, 14.10.1983, Nr. 42]
In einer Ecke, links vom Tisch, erhob sich eine Kommode aus der Wende des Jahrhunderts. [Die Zeit, 25.11.1966, Nr. 48]
Und welchem Zweck hat wohl diese opulent verzierte Kommode gedient? [Süddeutsche Zeitung, 24.08.2004]
Der Mann starrt auf die tickende Uhr auf der Kommode. [Süddeutsche Zeitung, 27.03.2004]
Zitationshilfe
„Kommode“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kommode>.

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