Kommode, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kommode · Nominativ Plural: Kommoden
Aussprache
WorttrennungKom-mo-de
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Kommode‹ als Erstglied: ↗Kommodenkasten · ↗Kommodenschublade  ·  mit ›Kommode‹ als Letztglied: ↗Drahtkommode · ↗Empirekommode · ↗Frisierkommode · ↗Herrenkommode · ↗Knautschkommode · ↗Quetschkommode · ↗Waschkommode · ↗Wickelkommode · ↗Wäschekommode
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
kastenförmiges Möbelstück mit mehreren Schubladen
Beispiele:
eine braune, alte Kommode
etw. auf der Kommode abstellen, in die Kommode legen
die Schubladen der Kommode aufziehen
2.
salopp, abwertend altes Klavier
Beispiel:
Eine ganz veraltete Kommode anscheinend, es klang, als seien die Saiten vertrocknet, die Hämmer ohne Filz [F. HartlaubVon unten gesehen59]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kommod · Kommode · inkommodieren
kommod Adj. ‘bequem, angenehm’ (heute nur noch öst. und mundartlich), im 18. Jh. entlehnt aus gleichbed. frz. commode, das auf lat. commodus ‘entsprechend, zweckmäßig, bequem’ (eigentlich ‘mit, nach Maß’, zu lat. modus ‘Maß’, s. ↗Modus) zurückgeht. Bereits im 17. Jh. in dt. Texten bezeugtes commode beruht auf direkter Übernahme des Adverbs lat. commodē. Kommode f. ‘bequem, handlich eingerichtetes Möbelstück mit Schubfächern’ (18. Jh.), Entlehnung von gleichbed. frz. commode, dem substantivierten Fem. des Adjektivs. inkommodieren Vb. ‘belästigen, stören’ (17. Jh.), aus gleichbed. frz. incommoder (lat. incommodāre ‘unbequem sein, lästig fallen, beeinträchtigen’, zu lat. incommodus ‘unangemessen, unbequem’).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bebelplatz Bernsteinzimmer Ebenist Intarsia Kleiderschrank Konsole Mahagoni Mosaik Nachttisch Schlafzimmer Schrank Schubfach Schublade Schubladen Sideboard Spitzendeckchen Standuhr Truhe Vitrine antik aufgetaucht durchwühlen gearbeitet gebaucht geschweift klassizistisch lombardisch signiert venezianisch verziert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kommode‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn ich mit reichen Frauen schlief, lag da Geld auf der Kommode.
Bild, 19.09.2002
In einer Ecke, links vom Tisch, erhob sich eine Kommode aus der Wende des Jahrhunderts.
Die Zeit, 25.11.1966, Nr. 48
Er winkte uns, in eine Ecke seines Zimmers zu kommen, und holte aus einer Kommode ein altes Buch.
Enzensberger, Hans Magnus: Der kurze Sommer der Anarchie, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972, S. 279
Dinge des täglichen Bedarfs verteilen sich gleichmäßig auf Tisch, Couch und einer kleinen Kommode.
Der Tagesspiegel, 11.03.2005
Auf der Kommode stand, zwischen zwei blassgelben Lampen, eine hölzerne Schatulle.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 466
Zitationshilfe
„Kommode“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kommode>, abgerufen am 21.02.2019.

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