Kommune, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kommune · Nominativ Plural: Kommunen
Aussprache
WorttrennungKom-mu-ne
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Kommune‹ als Letztglied: ↗Volkskommune
eWDG, 1969

Bedeutung

veraltend Gemeinde
Beispiele:
die angespannte Finanzlage der kleinen Kommunen
Bemühen des Bundes, mit den Ländern und größeren Kommunen zu einer Abstimmung über die Bautätigkeit […] zu kommen [Tageszeitung1964]
In einem dunkeln Sackgäßchen […] hatte die Kommune die Schule für ihre Armen eingerichtet [RaabeHungerpastorI 1,205]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kommune · kommunal
Kommune f. ‘Stadt, Gemeinde’, mhd. comūn(e) f. n. ‘Gemeinde’ ist als Neutrum eine Entlehnung aus lat. commūne n. ‘Gemeinwesen, Gemeinde, Stadt, Staat’ (dem substantivierten Neutrum des Adjektivs lat. commūnis, s. ↗Kommunismus), als Femininum eine Entlehnung aus dem Roman. (dessen Formen letztlich ebenfalls auf das Adjektiv lat. commūnis zurückgehen), vgl. ital. comune m., auch f., Bezeichnung der oberitalienischen Stadtstaaten des 12. bis 14. Jhs., afrz. comune f. ‘Gemeinde’. Die auf direkter Übernahme von frz. commune beruhende Fügung Pariser Commune, auch (gleichfalls mit frz. Aussprache des zweiten Worts) Pariser Kommune, bezeichnet die Herrschaftsform des französischen Proletariats in Paris von März bis Mai 1871 und damit den ersten historischen Versuch, eine Diktatur des Proletariats zu errichten. kommunal Adj. ‘örtlich, gemeindeeigen’ (19. Jh.), nach gleichbed. lat. commūnālis, häufig als Bestimmungswort in Zusammensetzungen wie Kommunalverwaltung (19. Jh.), Kommunalpolitik (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
WG · ↗Wohngemeinschaft · ↗Wohngruppe  ●  Kommune  ugs.
Synonymgruppe
Gemeinde · Kommune · politische Gemeinde
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitsagentur Bund Bundesagentur Bundesländer Entlastung Finanzausstattung Finanzkraft Finanzlage Finanznot Freistaat Kasse Kreis Land Landkreis Last Länder Pariser Träger Wohlfahrtsverband abwälzen aufbürden bayerisch beteiligen betroffen entlasten finanzschwach klamm ostdeutsch westdeutsch übertragen

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In reichen Kommunen mag es darum gehen, in erster Linie die dortige Wirtschaft anzukurbeln.
Die Zeit, 13.04.2009, Nr. 15
Das Geld wird von den Kommunen ausgezahlt, die ihre Ausgaben später vom Bund ersetzt erhalten.
o. A. [Rdh.]: Begrüßungsgeld. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1989]
Ursprünglich sollten von diesem Jahr an auch die ostdeutschen Kommunen Gewerbekapitalsteuer erheben dürfen.
o. A. [mü]: Gewerbekapitalsteuer. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1997]
Rasch entstanden lebensfähige Kommunen, mit der wirksamen Überlieferung von Selbstbestimmung noch aus den Zeiten des Freiherrn vom Stein.
Weizsäcker, Richard von: Dreimal Stunde Null? 1949 1969 1989, Berlin: Siedler Verlag 2001, S. 24
Wie sonst bei keinem Teil unserer Marktwirtschaft haben heute beim Wohnungsbau der Staat, die Länder und Kommunen die Hände im Spiel.
P. M.: Peter Moosleitners interessantes Magazin, 1993, Nr. 10
Zitationshilfe
„Kommune“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kommune#1>, abgerufen am 19.11.2019.

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Kommune, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kommune · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungKom-mu-ne
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1969

Bedeutung

historisch
1.
Pariser Gemeinderat von 1792 bis 1794 in der französischen Revolution
2.
Phrasem:
die Pariser Kommune (= Herrschaft der Pariser Gemeinderäte in der Zeit von März bis Mai 1871)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kommune · kommunal
Kommune f. ‘Stadt, Gemeinde’, mhd. comūn(e) f. n. ‘Gemeinde’ ist als Neutrum eine Entlehnung aus lat. commūne n. ‘Gemeinwesen, Gemeinde, Stadt, Staat’ (dem substantivierten Neutrum des Adjektivs lat. commūnis, s. ↗Kommunismus), als Femininum eine Entlehnung aus dem Roman. (dessen Formen letztlich ebenfalls auf das Adjektiv lat. commūnis zurückgehen), vgl. ital. comune m., auch f., Bezeichnung der oberitalienischen Stadtstaaten des 12. bis 14. Jhs., afrz. comune f. ‘Gemeinde’. Die auf direkter Übernahme von frz. commune beruhende Fügung Pariser Commune, auch (gleichfalls mit frz. Aussprache des zweiten Worts) Pariser Kommune, bezeichnet die Herrschaftsform des französischen Proletariats in Paris von März bis Mai 1871 und damit den ersten historischen Versuch, eine Diktatur des Proletariats zu errichten. kommunal Adj. ‘örtlich, gemeindeeigen’ (19. Jh.), nach gleichbed. lat. commūnālis, häufig als Bestimmungswort in Zusammensetzungen wie Kommunalverwaltung (19. Jh.), Kommunalpolitik (20. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich wandte mich dann gegen seine Ausführungen über die Kommune, auf die er wieder zu sprechen gekommen war.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 4030
Das Geld wird von den Kommunen ausgezahlt, die ihre Ausgaben später vom Bund ersetzt erhalten.
o. A. [Rdh.]: Begrüßungsgeld. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1989]
Ursprünglich sollten von diesem Jahr an auch die ostdeutschen Kommunen Gewerbekapitalsteuer erheben dürfen.
o. A. [mü]: Gewerbekapitalsteuer. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1997]
Rasch entstanden lebensfähige Kommunen, mit der wirksamen Überlieferung von Selbstbestimmung noch aus den Zeiten des Freiherrn vom Stein.
Weizsäcker, Richard von: Dreimal Stunde Null? 1949 1969 1989, Berlin: Siedler Verlag 2001, S. 24
Diese versuchten, den von der Kommune gesteuerten Straßenterror durch ein Untersuchungskomitee zu brechen.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 154
Zitationshilfe
„Kommune“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kommune#2>, abgerufen am 19.11.2019.

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Kommune, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kommune · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungKom-mu-ne
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutung

veraltend, umgangssprachlich, abwertend die Kommunisten
Beispiel:
Eher werde er seinen Buckel verlieren, behauptete Löbsack, als daß die Kommune hochkomme [GrassBlechtrommel94]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kommune · kommunal
Kommune f. ‘Stadt, Gemeinde’, mhd. comūn(e) f. n. ‘Gemeinde’ ist als Neutrum eine Entlehnung aus lat. commūne n. ‘Gemeinwesen, Gemeinde, Stadt, Staat’ (dem substantivierten Neutrum des Adjektivs lat. commūnis, s. ↗Kommunismus), als Femininum eine Entlehnung aus dem Roman. (dessen Formen letztlich ebenfalls auf das Adjektiv lat. commūnis zurückgehen), vgl. ital. comune m., auch f., Bezeichnung der oberitalienischen Stadtstaaten des 12. bis 14. Jhs., afrz. comune f. ‘Gemeinde’. Die auf direkter Übernahme von frz. commune beruhende Fügung Pariser Commune, auch (gleichfalls mit frz. Aussprache des zweiten Worts) Pariser Kommune, bezeichnet die Herrschaftsform des französischen Proletariats in Paris von März bis Mai 1871 und damit den ersten historischen Versuch, eine Diktatur des Proletariats zu errichten. kommunal Adj. ‘örtlich, gemeindeeigen’ (19. Jh.), nach gleichbed. lat. commūnālis, häufig als Bestimmungswort in Zusammensetzungen wie Kommunalverwaltung (19. Jh.), Kommunalpolitik (20. Jh.).
Zitationshilfe
„Kommune“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kommune#3>, abgerufen am 19.11.2019.

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