Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Konditorei, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Konditorei · Nominativ Plural: Konditoreien
Aussprache 
Worttrennung Kon-di-to-rei
Wortzerlegung Konditor -ei
Wortbildung  mit ›Konditorei‹ als Letztglied: Eiskonditorei
eWDG

Bedeutungen

1.
Betrieb, der feines Gebäck herstellt und verkauft und dem oft ein kleines Café angegliedert ist
Beispiele:
jeden Sonnabend in die kleine Konditorei an der Ecke gehen
Kuchen aus der Konditorei holen
2.
Feinbäckerei
Grammatik: nur im Singular
Beispiel:
etw. von der Konditorei verstehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Konditor · Konditorei
Konditor m. ‘Fein-, Zuckerbäcker’ (17. Jh.), Übernahme von lat. condītor ‘wer Speisen schmackhaft macht, Hersteller würziger Speisen’, abgeleitet von lat. condīre (condītum) ‘einlegen, einmachen, lecker zubereiten, würzen’. In Anlehnung an kandieren ‘mit Zucker überziehen’ (s. Kandiszucker) kommt zu Beginn des 18. Jhs. die heute noch landschaftlich bekannte Form Kanditor auf. – Konditorei f. berufliche Tätigkeit des Konditors, ‘Fein-, Zuckerbäckerei’, oft mit angeschlossenem Café (19. Jh.), älter ‘Backraum für Zucker-, Feinbackwaren’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Confiserie · Konditorei · Konfiserie · Kuchenbäckerei · Patisserie  ●  Zuckerbäckerei  veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Konditorei‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konditorei‹.

Verwendungsbeispiele für ›Konditorei‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wollen wir uns in diese Konditorei dort begeben und etwas essen? [Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 271]
Er wird wütend, manche Gäste in der Konditorei drehen die Köpfe. [Süddeutsche Zeitung, 30.01.2004]
Ich kaufte mir gleich welche und aß in einer Konditorei ein Stück echten Kuchen. [Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg – Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1928], S. 309]
Manche scheinen nach Farbe und Gestalt aus einer gigantischen Konditorei zu stammen. [Süddeutsche Zeitung, 07.02.2001]
Sie hatte ihren Mantel ergriffen und verließ eiligst die Konditorei. [Trott, Magda: Puckis neue Streiche, Stuttgart: Titania (1951) [1920], S. 40]
Zitationshilfe
„Konditorei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konditorei>.

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