Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Konfirmation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Konfirmation · Nominativ Plural: Konfirmationen
Aussprache 
Worttrennung Kon-fir-ma-ti-on
Wortzerlegung konfirmieren -ation
Wortbildung  mit ›Konfirmation‹ als Erstglied: Konfirmationsanzug · Konfirmationsgeschenk · Konfirmationskleid · Konfirmationsspruch
Herkunft aus cōnfirmātiolat ‘Befestigung, Bestärkung, Anerkennung’ < cōnfirmārelat ‘befestigen, bestärken’
eWDG

Bedeutung

Religion Einsegnung
Beispiele:
die Verwandten zur Konfirmation einladen
die Konfirmation feiern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

firmen · Firmung · Firmelung · Firmling · konfirmieren · Konfirmation · Konfirmand
firmen Vb. ‘einem jungen Katholiken das Sakrament der Glaubensstärkung spenden’ (als Bestätigung und Festigung der Taufe), ahd. gifirmōn (10. Jh.), firmōn (11. Jh.), mhd. firmen ‘stärken, bekräftigen, befestigen, weihen, das Sakrament der Firmung spenden’ ist entlehnt aus lat. firmāre ‘festmachen, befestigen’ (auch in Geisteshaltung und Glauben), zu lat. firmus ‘fest’ (s. firm). Daneben steht (in jüngerer Zeit selteneres) firmeln (16. Jh.). – Firmung f. ahd. firmunga (Hs. 12. Jh.), mhd. firmunge. Firmelung f. mhd. firmelunge. Firmling m. ‘wer gefirmt wird’ (19. Jh.), nach firmeln und wohl auch dem Muster von Täufling gebildet. konfirmieren Vb. ‘einen jungen Protestanten zur Bestätigung der Taufe einsegnen’, d. h. ‘ihn als vollgültiges Mitglied in die Gemeinde aufnehmen und zum Abendmahl zulassen’. Mhd. confirmiren ‘rechtskräftig bestätigen, festsetzen, einsetzen’ (in dieser Bedeutung noch im 19. Jh.) ist entlehnt aus lat. cōnfirmāre ‘befestigen, bestärken’ (auch in Geisteshaltung und Glauben) und wird im 16. Jh. (Bucer 1539), anfangs neben später nur von katholischer Seite gebrauchtem firmen, Terminus der protestantischen Kirchensprache. Dazu Konfirmation f. ‘Einsegnung’, in der protestantischen Kirchensprache seit der brandenburgischen Kirchenordnung Joachims II. (1540), als Einrichtung vom Reformator Bucer befürwortet und später vom Pietisten Spener verbreitet; anfangs daneben auch noch Firmung. Zuvor bezeichnet Confirmation die ‘rechtskräftige Bestätigung, Einsetzung’ (15. Jh., noch im 19. Jh. üblich). Der Ausdruck ist entlehnt aus lat. cōnfirmātio (Genitiv cōnfirmātiōnis) ‘Befestigung, Bestärkung, Anerkennung’. Konfirmand m. ‘wer eingesegnet und als Mitglied der protestantischen Gemeinde bestätigt werden soll’ (18. Jh.), lat. cōnfirmandus, Gerundivum zu cōnfirmāre.

Thesaurus

Synonymgruppe
Einsegnung  veraltend · Konfirmation  Hauptform
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Konfirmation‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konfirmation‹.

Verwendungsbeispiele für ›Konfirmation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unter den jungen Mädchen war jetzt viel von der Konfirmation die Rede. [Reventlow, Franziska Gräfin zu: Ellen Olestjerne. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 6087]
Zu seiner Zeit konnte man noch aller Konfirmationen teilhaftig werden. [Die Zeit, 07.08.1992, Nr. 33]
Für manche, aber das sind sehr viel weniger, ist es auch die Zeit der Konfirmation. [Die Zeit, 08.04.1988, Nr. 15]
Sie wollen ohne Frage nach dem Kind die Konfirmation des Kindes. [Die Zeit, 01.05.1981, Nr. 19]
Mit der Kirche hatte er nach der Konfirmation nicht mehr viel im Sinn gehabt. [Die Zeit, 07.04.1978, Nr. 15]
Zitationshilfe
„Konfirmation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konfirmation>.

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