Konfitüre, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Konfitüre · Nominativ Plural: Konfitüren
Aussprache
WorttrennungKon-fi-tü-re (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Konfitüre‹ als Letztglied: ↗Erdbeerkonfitüre · ↗Kirschkonfitüre
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Marmelade mit ganzen Früchten oder Fruchtstücken einer bestimmten Obstart
Beispiel:
eine süße, säuerliche Konfitüre
2.
veraltend Süßwaren, Konfekt
Grammatik: meist im Plural
Beispiel:
jedes Ei ist eine Attrappe voll Konfitüren von Hövell oder Kranzler [FontaneTreibelI 3,301]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Konfitüre f. ‘Marmelade mit ganzen Früchten oder Fruchtstücken’, älter (meist Plur.) ‘in Zucker eingemachte Früchte, Konfekt’ Entlehnung (17. Jh.) von gleichbed. frz. confiture, afrz. ‘Eingemachtes’, einer Ableitung von afrz. confit ‘Brühe (zum Einmachen), Eingemachtes’, dem substantivierten Part. Perf. von afrz. confire ‘fertigstellen, einlegen, einmachen’. Zugrunde liegt das unter ↗Konfekt (s. d.) angeführte Verb lat. cōnficere.

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Konfitüre · ↗Marmelade  ●  ↗Fruchtaufstrich  fachspr. · Gsälz  ugs., schwäbisch · Guts (Breisgau, Markgräflerland)  ugs., regional · Schlecksl (Ortenau)  ugs., regional · Schmärsel  ugs. · Sießschmeer  ugs., regional · Strichi (Elztal)  ugs., regional
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brot Brotaufstrich Butter Chutney Croissant Ei Frucht Fruchtsaft Gebäck Gelee Honig Kaffee Kompott Käse Likör Marktführer Marmelade Obst Saft Sauce Schokolade Sekt Süßware Tee Wein Wurst Zucker gemacht selbstgemacht verarbeiten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konfitüre‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei ihnen ist neben der Konfitüre auch Gemüse besonders gefragt.
Der Tagesspiegel, 07.09.2003
Er setzte sich mit Elsa an den Tisch und trank Tee mit Konfitüre.
Die Zeit, 22.07.1983, Nr. 30
Die Biskuitplatte mit der erwärmten Konfitüre bestreichen und fest aufrollen.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 228
Sie biß den mit Butter und Konfitüre bestrichenen Teil des Croissants ab.
Suter, Martin: Lila, Lila, Zürich: Diogenes 2004, S. 82
In Rußland ist der Tisch überladen mit Gebäck und Konfitüren, jede Hausfrau setzt ihren Stolz darein, selbstgebackene Kuchen nach neuen Rezepten zu präsentieren.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 24401
Zitationshilfe
„Konfitüre“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konfitüre>, abgerufen am 19.11.2019.

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