Kongruenz, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kongruenz · Nominativ Plural: Kongruenzen
Aussprache 
Worttrennung Kon-gru-enz
Wortbildung  mit ›Kongruenz‹ als Letztglied: ↗Inkongruenz
Herkunft zu congruentialat ‘Übereinstimmung, Gleichförmigkeit, Harmonie’
eWDG

Bedeutung

genaue Übereinstimmung, völlige Gleichheit
a)
Grammatik: nur im Singular
Beispiel:
Sein auffallend eifriges Einverständnis ... gründet sich allerdings nicht auf eine Kongruenz unserer Gesinnungen [ FrischStiller325]
b)
Mathematik
Beispiel:
die Kongruenz (= Deckungsgleichheit) der beiden Dreiecke
c)
Sprachwissenschaft formale Übereinstimmung zusammengehöriger Satzglieder in Numerus, Genus oder Kasus
Grammatik: nur im Singular
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kongruieren · kongruent · Kongruenz · inkongruent · Inkongruenz
kongruieren Vb. ‘übereinstimmen’ (16. Jh.), in der Geometrie ‘sich decken, deckungsgleich sein’ (18. Jh.), entlehnt aus lat. congruere ‘zusammentreffen, übereinstimmen, entsprechen’. Aus dessen Part. Präs. congruēns (Genitiv congruentis) stammt kongruent Adj. ‘übereinstimmend’, in der Geometrie ‘deckungsgleich’; Kongruenz f. ‘Übereinstimmung’, in der Geometrie ‘Deckungsgleichheit’, aus lat. congruentia ‘Übereinstimmung, Gleichförmigkeit, Harmonie’; dazu inkongruent Adj. Inkongruenz f. (alle 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kongruenz · ↗Vereinbarkeit · ↗Übereinstimmung
Synonymgruppe
Deckungsgleichheit · Kongruenz · ↗Übereinstimmung
Synonymgruppe
Egalität · ↗Identität · Kongruenz · ↗Parität · Selbstübereinstimmung · vollständige Übereinstimmung (mit sich selbst)  ●  ↗Nämlichkeit  Amtsdeutsch · ↗Gleichheit  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Kongruenz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kongruenz‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kongruenz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und hier bestehe eine "frappierende Kongruenz" zwischen Ost und West.
Der Tagesspiegel, 23.10.1997
Das Risiko ist groß, denn nur selten gelingt die Kongruenz von Worten und Tönen.
Die Zeit, 05.04.1974, Nr. 15
Die Kongruenz mathematischer Systeme mit den Tatsachen der täglichen Erfahrung ist zunächst nichts weniger als selbstverständlich.
Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes, München: Beck 1929 [1918], S. 83
Allgemein gesprochen liegt die Problematik in der weitgehenden Kongruenz von künstlerischem und wissenschaftlichem Diskurs.
Hijiya-Kirschnereit, Irmela: Selbstentblößungsrituale, Wiesbaden: Steiner 1981, S. 65
Dabei üben sie zugleich das Herstellen der Kongruenz zwischen Adjektiv und Substantiv.
Brumme, Gertrud-Marie: Muttersprache im Kindergarten, Berlin: Volk u. Wissen 1981 [1966], S. 179
Zitationshilfe
„Kongruenz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kongruenz>, abgerufen am 04.05.2021.

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