Konkubinat, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Konkubinat(e)s · Nominativ Plural: Konkubinate
Aussprache
WorttrennungKon-ku-bi-nat (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutung

veraltend dauernde eheliche Gemeinschaft ohne standesamtliche Trauung, wilde Ehe
Beispiel:
im Konkubinat leben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Konkubine · Konkubinat
Konkubine f. ‘ohne gesetzliche Eheschließung mit einem Manne zusammen lebende Frau, Geliebte, Mätresse’, entlehnt (um 1400) aus gleichbed. lat. concubīna. Juristisch bedeutet lat. concubīna ‘mit einem Unverheirateten lebende Frau’ (z. B. eine Freigelassene, mit der nach römischem Recht eine vollgültige Eheschließung nicht zulässig war). Dazu lat. concubīnātus ‘gesetzlich erlaubtes Zusammenleben von Mann und Frau ohne vollgültige Eheschließung’, woraus Konkubinat n. ‘eheliche Gemeinschaft ohne gesetzliche Bestätigung, wilde Ehe’ (17. Jh.). Vgl. lat. concumbere (concubitum) ‘sich zu jmdm. legen, mit jmdm. schlafen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Ehe ohne Trauschein · eheähnliche Gemeinschaft · zusammenleben wie Mann und Frau  ●  ↗Onkelehe  veraltet · nichteheliche Lebensgemeinschaft  Amtsdeutsch · wilde Ehe  veraltend · ↗Bratkartoffelverhältnis  ugs., veraltet · Konkubinat  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ehe Priester

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konkubinat‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

An ihre Stelle tritt das symbiotische Konkubinat von Rock und Studio.
konkret, 1985
Es stand also brenzlich für mich und somit auch für unser deutsch-schweizerisches Konkubinat.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 629
Das römische Konkubinat gewährte der Mutter und dem Kind einen sehr bedeutenden Schutz vor Verwahrlosung.
Meisel-Hess, Grete: Die sexuelle Krise. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 8652
Bis in die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde die kaiserliche Linie vom Konkubinat aufrechterhalten.
Süddeutsche Zeitung, 23.02.2001
Die Folgen waren verheerend, denn an die Stelle der Priesterehe trat das Konkubinat.
Dahm, K. W.: Pfarrer. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 18688
Zitationshilfe
„Konkubinat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konkubinat>, abgerufen am 15.12.2018.

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