Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Konkubine, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Konkubine · Nominativ Plural: Konkubinen
Aussprache 
Worttrennung Kon-ku-bi-ne
Herkunft aus gleichbedeutend concubīnalat
eWDG

Bedeutung

veraltend Frau, die im Konkubinat lebt
Beispiel:
er heiratete schließlich seine Konkubine
Nebenfrau, Mätresse
Beispiel:
es [das Gesetz] beraubt mich auch dessen, was mein Mann zu seinen Konkubinen trägt [ HagelstangeSpielball170]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Konkubine · Konkubinat
Konkubine f. ‘ohne gesetzliche Eheschließung mit einem Manne zusammen lebende Frau, Geliebte, Mätresse’, entlehnt (um 1400) aus gleichbed. lat. concubīna. Juristisch bedeutet lat. concubīna ‘mit einem Unverheirateten lebende Frau’ (z. B. eine Freigelassene, mit der nach römischem Recht eine vollgültige Eheschließung nicht zulässig war). Dazu lat. concubīnātus ‘gesetzlich erlaubtes Zusammenleben von Mann und Frau ohne vollgültige Eheschließung’, woraus Konkubinat n. ‘eheliche Gemeinschaft ohne gesetzliche Bestätigung, wilde Ehe’ (17. Jh.). Vgl. lat. concumbere (concubitum) ‘sich zu jmdm. legen, mit jmdm. schlafen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Geliebte · Hetäre · Konkubine · Kurtisane · Mätresse · Nebenfrau · Zweitfrau
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Konkubine‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konkubine‹.

Verwendungsbeispiele für ›Konkubine‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ausgenommen waren lediglich die Söhne aus Verbindungen mit einer nicht‑arabischen Konkubine. [Heine, Peter: Khalif. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 763]
Sie wurde seine Konkubine, ein ganzes Jahr lang, das Paar reiste und vergnügte sich. [Die Zeit, 08.08.2011, Nr. 32]
Als weiterer ausländischer Film wurde Lebewohl, meine Konkubine für den Golden Globe vorgeschlagen. [Süddeutsche Zeitung, 03.01.1994]
Aus dieser Gruppe von Mädchen wählte der Sultan dann seine Konkubinen. [Heine, Peter: Harem (Harim). In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 882]
Vor drei Jahren erlebte Chen mit »Lebewohl, meine Konkubine« in Cannes seinen größten Triumph. [Die Zeit, 24.05.1996, Nr. 22]
Zitationshilfe
„Konkubine“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konkubine>.

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