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Konkupiszenz

Worttrennung Kon-ku-pis-zenz
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

Theologie, Philosophie sinnliche Begierde, Begehrlichkeit des Menschen

Thesaurus

Psychologie, Religion
Synonymgruppe
(sündhafte) Begierde · (triebhaftes, sündiges) Verlangen · Begehren · Lust · Triebhaftigkeit  ●  Konkupiszenz  fachspr., lat.
Psychologie
Synonymgruppe
Begehren · Begehrlichkeit · Begierde · Geilheit · Gier · Lust (auf) · heftiges Verlangen  ●  Konkupiszenz  fachspr., lat.
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Konkupiszenz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was im religionsphilosophischen Kern zur Disposition steht, ist die Verteufelung der Konkupiszenz, mit anderen Worten das Erbsünde‑Dogma. [konkret, 1997]
Von hier wird die positive Wertung der Konkupiszenz bei Julian begreiflich. [Lorenz, R.: Pelagius und Pelagianismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 18484]
Darin bezeichnet er die Lehre von der Erbsünde und der Konkupiszenz als den Stein des Anstoßes, an dem Luther zerschellt sei. [Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 7075]
An ihm haftet lediglich noch die "Konkupiszenz", die Neigung zu Fehltritten, die man mit dem Beistand der Kirche büßen und ablassen kann. [Die Zeit, 04.11.1999, Nr. 45]
Höchste Hoffnungen erfüllen sich, wenn Alex Sex oral macht, am Telephon mit aufreizenden Worten wie Syntagma oder Konkupiszenz spielt. [Süddeutsche Zeitung, 27.06.1994]
Zitationshilfe
„Konkupiszenz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konkupiszenz>.

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