Konkurrenz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Konkurrenz · Nominativ Plural: Konkurrenzen
Aussprache
WorttrennungKon-kur-renz (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Konkurrenz‹ als Erstglied: ↗Konkurrenzdenken · ↗Konkurrenzdruck · ↗Konkurrenzfirma · ↗Konkurrenzkampf · ↗Konkurrenzneid · ↗Konkurrenzsituation · ↗Konkurrenzunternehmen · ↗Konkurrenzverhältnis · ↗konkurrenzfähig · ↗konkurrenzlos · ↗konkurrenzneidisch
 ·  mit ›Konkurrenz‹ als Letztglied: ↗Einzelkonkurrenz · ↗Idealkonkurrenz · ↗Schönheitskonkurrenz · ↗Systemkonkurrenz
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
meist im Singular
wirtschaftlicher Wettbewerb, Rivalität
Beispiele:
die Konkurrenz der Firmen untereinander
die steigende Konkurrenz
jmdm., sich (gegenseitig) Konkurrenz machen
(miteinander) in Konkurrenz treten, stehen, liegen
2.
(sportlicher) Wettkampf, Wettstreit
Beispiele:
dieser Läufer nahm bereits an internationalen, olympischen Konkurrenzen teil
der Entwurf wurde außer Konkurrenz eingereicht
Das Spannungsmoment dieser Konkurrenz lag im scharfen Duell um die Silbermedaille [Tageszeitung1964]
Sie [die Braut] ist in der Tat eine Schönheit, die bei einer Konkurrenz in Wien den ersten Preis erhielt [Kellerm.Totentanz172]
3.
nur im Singular
Gesamtheit der wirtschaftlichen Konkurrenten
Beispiele:
die Firma hat eine starke, internationale Konkurrenz
die Konkurrenz aus dem Felde schlagen, unterbieten, ausschalten
dieses Produkt ist ohne Konkurrenz (= unerreicht gut)
Gesamtheit der (sportlichen) Konkurrenten
Beispiele:
sich gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen
daß sie [die ersten drei Plätze] gegen wirklich gute ausländische Konkurrenz errungen wurden [Tageszeitung1964]
4.
nur im Singular
umgangssprachlich Konkurrenzunternehmen
Beispiele:
bei der Konkurrenz (ein)kaufen
zur Konkurrenz abwandern, (über)gehen
Frieda Simson ... ließ sich in der Stadt bei der Konkurrenz ihr Haar bleichen [StrittmatterBienkopp357]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

konkurrieren · Konkurrent · Konkurrenz · Konkurrenzkampf
konkurrieren Vb. ‘wetteifern, sich mit anderen um etw. bewerben, im wirtschaftlichen Konkurrenzkampf stehen’ (2. Hälfte 18. Jh.), ‘zusammentreffen, gleichzeitig auftreten’ (Mitte 16. Jh.), entlehnt aus lat. concurrere ‘zusammenlaufen, -treffen, eilig zusammenkommen, aufeinanderstoßen’ (vgl. lat. currere ‘laufen’). Konkurrent m. ‘wer mit anderen im Wettstreit steht, Mitbewerber, Rivale’ (2. Hälfte 18. Jh.), ‘sportlicher Gegner’ (Anfang 20. Jh.), aus dem Part. Präs. lat. concurrēns (Genitiv concurrentis). Konkurrenz f. ‘Rivalität, Wettbewerb, angespannter Wirtschaftskampf’ (2. Hälfte 17. Jh.), ‘sportlicher Wettkampf’ (Anfang 20. Jh.), vgl. mlat. concurrentia ‘das Zusammentreffen’ (in diesem Sinne Concurrenz, 16. Jh.); heute oft ‘Gesamtheit der (wirtschaftlichen, sportlichen) Konkurrenten’, umgangssprachlich auch das einzelne ‘Konkurrenzunternehmen’, der einzelne ‘Konkurrent’. Konkurrenzkampf m. ‘Kampf im wirtschaftlichen Wettbewerb’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gerangel · Konkurrenz · ↗Rivalität · ↗Wetteifer · ↗Wettstreit  ●  Rangeleien  fig.
Synonymgruppe
Konkurrenz · ↗Mitbewerb · ↗Rivalität · ↗Wettbewerb · ↗Wettstreit  ●  ↗Bewerb  österr. · Kontrarität  geh., veraltend
Assoziationen
  • Coopetition · Kooperationswettbewerb · Koopkurrenz
  • deutscher Dualismus · preußisch-österreichischer Dualismus
Synonymgruppe
Konkurrenz... · Wettbewerbs...

Typische Verbindungen
computergeneriert

Vergleich Vorsprung ausländisch behaupten bekommen beleben direkt durchsetzen echt ernsthaft ernstzunehmend erwachsen etabliert fürchten hart international japanisch lästig mithalten privat scharf schlafen schützen stark treten unliebsam verschärft wachsend zunehmend übermächtig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konkurrenz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur selten stehen wir in Konkurrenz, jeder tritt in erster Linie gegen sich selbst an.
Die Zeit, 28.06.2013, Nr. 23
Das verstärkt wieder bei den Männern den Hang zur Konkurrenz.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 37
Mit ihrer Darstellung trat er in Konkurrenz zu den Pianisten der Weltklasse.
Lindlar, Heinrich: Anda. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 28782
Privatrechtlich läßt sich die Konkurrenz nie auf die Dauer ausschalten.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1955]
Rückwärts gesehen kann man feststellen, daß bis 1914 der amerikanische Film sich bemühte, die europäische Konkurrenz niederzuwerfen.
Kriegk, Otto: Der deutsche Film im Spiegel der Ufa, Berlin: Ufa-Buchverl. 1943, S. 87
Zitationshilfe
„Konkurrenz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konkurrenz>, abgerufen am 21.04.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Konkurrentin
Konkurrenten
Konkurrent
Konkupiszenz
Konkubine
Konkurrenzangebot
Konkurrenzbeziehung
Konkurrenzblatt
Konkurrenzdenken
Konkurrenzdruck