Konnotation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungKon-no-ta-ti-on
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Logik Begriffsinhalt (im Gegensatz zum Umfang)
2.
Sprachwissenschaft
a)
assoziative, emotionale, stilistische, wertende (Neben)bedeutung, Begleitvorstellung
b)
Beziehung zwischen Zeichen u. Zeichenbenutzer
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Konnotation f. ‘Mitanzeige’ (19. Jh., Rechtssprache), ‘assoziative Bedeutung, Bedeutungsnuance, Nebenbedeutung’ (20. Jh.), entlehnt aus mlat. connotatio (connotationis) ‘Mitbezeichnung’, zu lat. notātio f. ‘Bezeichnung’, lat. notāre ‘bezeichnen, kenntlich machen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziation · ↗Gedankenverbindung · Konnotation · ↗Verbindung · ↗Verknüpfung
Assoziationen
Synonymgruppe
Andeutung · ↗Beiklang · Konnotation · ↗Nebenbedeutung · ↗Nebenton · ↗Subtext · ↗Unterton · versteckte Botschaft
Assoziationen
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

Assoziation Begriff Denotation abwertend antisemitisch eindeutig emotional erotisch ethnisch historisch kulturell literarisch negativ politisch positiv religiös semantisch sexuell unterschiedlich verleihen versehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konnotation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das kann man machen, dann ist die Konnotation, die mit dem Wort Gene verbunden ist, vermieden.
Die Zeit, 22.02.2010, Nr. 08
Kaum ein Wort ist mit soviel Konnotationen befrachtet wie "Herz".
Die Welt, 06.05.1999
Hier klingen dann meist auch normativ-utopische Konnotationen des Netzwerkkonzeptes an.
Keupp, Heiner: Soziale Netzwerke. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 28964
Dieses Problem gibt Anlaß, den Weltbegriff von seinen beschränkten ontologischen Konnotationen zu befreien.
Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns - Bd. 1. Handlungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 117
Es bedeutet zum einen Vertreibung, Austreibung, Ausweisung und hat zugleich eine medizinische Konnotation.
Lepenies, Wolf: Kultur und Politik, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 226
Zitationshilfe
„Konnotation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konnotation>, abgerufen am 16.02.2019.

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