Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Konserve, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Konserve · Nominativ Plural: Konserven
Aussprache 
Worttrennung Kon-ser-ve
formal verwandt mitkonservieren
Wortbildung  mit ›Konserve‹ als Erstglied: Konservenbüchse · Konservendose · Konservenfabrik · Konservenfleisch · Konservenglas · Konservenöffner
 ·  mit ›Konserve‹ als Letztglied: Blutkonserve · Fischkonserve · Fleischkonserve · Gemüsekonserve · Obstkonserve · Schallkonserve · Tonkonserve
Herkunft vgl. conservamlat ‘Wasserbehälter zur Haltung von Frischfischen’
eWDG

Bedeutung

in einer luftdicht verschlossenen Büchse oder in einem Glas aufbewahrtes Nahrungsmittel oder Genussmittel, das durch Sterilisierung für längere Zeit haltbar gemacht worden ist
Beispiele:
einen großen Vorrat an Konserven stapeln
die Forschungsreisenden ernährten sich von Konserven, hatten sich mit hochwertigen Konserven eingedeckt
umgangssprachlicheine Konserve aufmachen
Schmalzersatz hieß eine wohlschmeckende Konserve aus dem Fett und Fleisch von Schweinebäuchen [ A. ZweigErziehung103]
Medizin Gefäß, in dem haltbar gemachtes Blut aufbewahrt wird, Blutkonserve
Beispiel:
Blut aus der Konserve
übertragen etwas auf Film- oder Tonträger Aufgezeichnetes
Beispiele:
Musik aus der Konserve (= Musik von einem Tonträger)
der Trainer [stützt sich] dabei auf den Film, den er als Sehhilfe und Konserve des sportlichen Bewegungsablaufes benutzt [ Wissenschaft und Fortschritt1956]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

konservieren · Konservator · Konserve
konservieren Vb. ‘erhalten, bewahren, vor Verderbnis schützen, haltbar machen’ wird im 16. Jh. aus lat. cōnservāre ‘bewahren, unversehrt erhalten’ entlehnt (vgl. gleichbed. lat. servāre). Konservator m. ‘mit der Pflege und Instandhaltung von Kunstwerken, Museumsstücken, Bau- und Kulturdenkmälern Beauftragter’ (19. Jh.), vorher ‘(Stiftungs)verwalter’ (15. Jh.), lat. cōnservātor ‘Bewahrer, Erhalter, Retter’. Konserve f. ‘haltbar gemachte Nahrungs- oder Genußmittel’ (19. Jh.), älter in der Apothekersprache ‘mit Zucker haltbar gemachte Kräuter, Früchte, Blüten’ (16. Jh.); vgl. mlat. conserva ‘Wasserbehälter zur Haltung von Frischfischen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Konserve‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konserve‹.

Verwendungsbeispiele für ›Konserve‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Natürlich schmecken Konserven deutlich besser, wenn sie selbst gemacht sind. [Die Zeit, 28.11.2011, Nr. 48]
Das Leben ist gefährlich, und deshalb gibt es die frisch zubereitete Konserve. [Süddeutsche Zeitung, 11.03.2004]
Aber die Achtziger gibt es eben nur noch aus der Konserve. [Süddeutsche Zeitung, 17.05.2003]
Zudem versicherte das Rote Kreuz, das Überangebot an Konserven fachgerecht lagern zu können. [Süddeutsche Zeitung, 13.11.2001]
Bombierte Konserven sind verdorben und können nicht mehr verwendet werden. [Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 251]
Zitationshilfe
„Konserve“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konserve>.

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