Konsonant, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Konsonanten · Nominativ Plural: Konsonanten
Aussprache
WorttrennungKon-so-nant
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Konsonant‹ als Erstglied: ↗Konsonantenschwund · ↗Konsonantenverdoppelung · ↗Konsonantenverdopplung · ↗konsonantisch
 ·  mit ›Konsonant‹ als Letztglied: ↗Anfangskonsonant · ↗Doppelkonsonant · ↗Schlusskonsonant
 ·  mit ›Konsonant‹ als Grundform: ↗Konsonantismus
eWDG, 1969

Bedeutung

Laut, der durch Unterbrechung oder Einengung der ausgeatmeten Luft an einer der Artikulationsstellen wie Gaumen, Lippen, Zähne gebildet wird, Mitlaut
Beispiele:
die Konsonanten b, g, h, r, t, w
ein stimmhafter, labialer, dentaler Konsonant
die Verdoppelung eines Konsonanten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Konsonant m. durch Unterbrechung oder Einengung des Luftstroms an der Artikulationsstelle erzeugter Laut, im 15. Jh. als sprachwissenschaftlicher Terminus (consonant) aus gleichbed. lat. (littera) cōnsonāns, eigentlich ‘(mit einem Vokal) mitklingender Buchstabe’, entlehnt, dem substantivierten Part. Präs. (Genitiv cōnsonantis) von lat. cōnsonāre ‘zusammen-, mittönen’; vgl. lat. sonāre ‘(er)tönen, (er)schallen, klingen’. In dt. Übersetzung zuerst (16. Jh.) mitstimm Buchstab, Mitschaller, Mitlauter, dann (18. Jh.) Mitlaut (s. ↗mit).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Konsonant · ↗Mitlaut
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aneinanderreihung Kombination Silbe Sprache Umlaut Verdoppelung Vokal Vokale Zeile dehnen drei dreifach folgend gleich hart klingen klingend knallen knallend rollen rollend scharf spucken stimmhaft verdoppeln verschlucken weich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konsonant‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Mann, der eine Welt verlor, wirft ihr noch einen Konsonanten hinterher.
Süddeutsche Zeitung, 26.07.2003
Die Konsonanten haucht er perfekt, das R rollt er vorbildlich.
Der Tagesspiegel, 10.08.1999
Die unnatürlich verstärkten Vokale verdecken darum einen großen Teil der Konsonanten.
Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 1912, Nr. 16, Bd. 64
Bei rein lyrischen Stellen dagegen ließ sie stets die Konsonanten weich nehmen und hinter den Vokalen zurücktreten.
Wagner, Siegfried: Erinnerungen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1923], S. 21674
In der arabischen Schrift werden neben den Konsonanten nur die langen Vokale ausgedrückt.
Heine, Peter: Arabisch. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 112
Zitationshilfe
„Konsonant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konsonant>, abgerufen am 21.10.2019.

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