Konstellation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Konstellation · Nominativ Plural: Konstellationen
Aussprache
WorttrennungKon-stel-la-ti-on (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Konstellation‹ als Letztglied: ↗Akteurskonstellation · ↗Fallkonstellation · ↗Familienkonstellation · ↗Figurenkonstellation · ↗Grundkonstellation · ↗Interessenkonstellation · ↗Konfliktkonstellation · ↗Kräftekonstellation · ↗Machtkonstellation · ↗Problemkonstellation · ↗Sternenkonstellation · ↗Sternkonstellation
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
das Zusammentreffen von besonderen Verhältnissen, Umständen, die Lage, der Stand der Dinge
Beispiele:
eine günstige, verheißungsvolle, vorteilhafte, politische Konstellation
neue, böse, ungünstige Konstellationen traten ein
Daß ein Arzt ... sich an leitender Stelle befindet, das ist eine Konstellation, die wir ausnützen müssen [SchnitzlerBernhardiI]
ich ziehe gute Manieren und schlechte Verse der umgekehrten Konstellation entschieden vor! [WeiskopfAbschied v. Frieden1,66]
2.
Astronomie von der Erde aus beobachtete Stellung der Sonne zu den Planeten oder Stellung der Gestirne zueinander
Beispiele:
die Konstellation der Himmelskörper spielte in der Astrologie eine große Rolle
Diese vier [Sterne] erschienen in einer ganz unwahrscheinlichen Konstellation [Erh. KästnerZeltbuch42]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Konstellation f. ‘Gruppierung, Zusammentreffen bestimmter Umstände und die sich daraus ergebende Situation, Planetenstand’. Der seit dem Beginn des 16. Jhs. im Dt. übliche Fachausdruck der Astrologie bezeichnet die Stellung der Gestirne zueinander und zugleich die vermeintlich sich daraus ergebenden Einflüsse auf das Schicksal des Menschen. Er ist entlehnt aus gleichbed. spätlat. cōnstēllātio (Genitiv cōnstēllātiōnis), das, gebildet zu cōnstēllātus Adj. (vgl. lat. stēllātus ‘mit Sternen besetzt’), zu lat. stēlla ‘Stern’, spätlat. auch ‘Gestirn, Konstellation’, gehört; stēlla ist verwandt mit ↗Stern (s. d.). Im 18. Jh. wird die übertragene Bedeutung ‘aus dem Zusammentreffen bestimmter Umstände sich ergebende Lage’ vorherrschend.

Thesaurus

Synonymgruppe
Fall · ↗Gegebenheit · Konstellation · ↗Kontext · ↗Lage · ↗Sachverhalt · ↗Situation · Stand der Dinge · ↗Status · ↗Umstand · ↗Zustand
Unterbegriffe
Assoziationen
Astronomie
Synonymgruppe
Sternbild · ↗Sternzeichen · ↗Tierkreiszeichen  ●  Konstellation  lat.
Unterbegriffe
  • Steinbock  ●  Capricornus  lat.
  • Wassermann  ●  Aquarius  lat.
  • Fische  ●  Pisces  lat.
  • Widder  ●  ↗Aries  lat.
  • Stier  ●  Taurus  lat.
  • Zwillinge (Sternbild)  ●  Gemini  fachspr., lat.
  • Löwe  ●  ↗Leo  lat.
  • Jungfrau  ●  Virgo  lat.
  • Skorpion  ●  Scorpio  lat.
  • Kleiner Bär · Kleiner Wagen  ●  Ursa Minor  lat.
  • Krebs  ●  Cancer  lat.
Assoziationen
Synonymgruppe
Collage (aus/von) · ↗Kombination · ↗Komposition · ↗Verknüpfung · ↗Zusammensetzung · ↗Zusammenspiel  ●  ↗Aneinanderreihung  abwertend · ↗Zusammenstellung  Hauptform · Konstellation  geh., bildungssprachlich
Unterbegriffe
  • Punktprodukt · Skalarprodukt · inneres Produkt
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gestirn bestimmt denkbar derartig derzeitig einmalig einzigartig ergeben familiär gegenwärtig geschichtlich günstig historisch ideal interessant jetzig machtpolitisch parteipolitisch personell pikant politisch postnational reizvoll solch ungewöhnlich unglücklich ungünstig verändert wechselnd weltpolitisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konstellation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Liberalen fänden sich mit einer derartigen exotischen Konstellation wohl ab.
Die Welt, 23.09.2005
Die Konstellation vor dem Spiel versprach ja auch nicht unbedingt beste Unterhaltung.
Der Tagesspiegel, 03.03.2003
Unter dieser günstigen Konstellation begann die Ära der minoischen Paläste.
Schachermeyr, Fritz: Ursprung und Hintergrund der griechischen Geschichte. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 27405
Diese Konstellation erwartete er für das Jahr 1943 bis 1945.
o. A.: Einhundertsiebenundfünfzigster Tag. Dienstag, 18. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 5601
Was ich hatte, führte ich zu diesem Werke vor, und mittels glücklicher Konstellationen gelang es mir.
Corinth, Lovis: Selbstbiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1926], S. 30293
Zitationshilfe
„Konstellation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konstellation>, abgerufen am 21.04.2019.

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