Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Konsum, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Konsums · wird nur im Singular verwendet
Aussprache  [kɔnˈzuːm]
Worttrennung Kon-sum
Herkunft aus gleichbedeutend consumoital
eWDG

Bedeutung

Verbrauch von Konsumgütern, besonders von Lebensmitteln und Genussmitteln
Beispiele:
der Konsum von Genussmitteln ist sehr hoch
den Konsum von Milch, Obst steigern
der Konsum von Bier, Fett, Medikamenten darf ein bestimmtes Maß nicht überschreiten, muss eingeschränkt werden, ist angestiegen
der übermäßige Konsum von Alkohol, Zigaretten ist schädlich
der Konsum an Kleidern, Küchenmaschinen, Spielzeug, Getreide, Gas
übertragen
Beispiele:
der Konsum an Lustspielfilmen ist sehr groß
der literarische Konsum
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

konsumieren · Konsument · Konsum · Konsumgenossenschaft · Konsumtion · Konsumtionsmittel
konsumieren Vb. ‘verbrauchen, verzehren’, im 16. Jh. entlehnt aus gleichbed. lat. cōnsūmere (cōnsumptum; zu lat. sūmere ‘nehmen, kaufen, an-, aufwenden, verbrauchen’). – Konsument m. ‘Verbraucher’ (17. Jh.), lat. cōnsūmēns (Genitiv cōnsūmentis) ‘verbrauchend’, Part. Präs. von lat. cōnsūmere. Konsum m. ‘Verbrauch’, Eindeutschung (19. Jh.) von älterem Consumo (18. Jh.), einer Entlehnung von gleichbed. ital. consumo, dementsprechend auch im Dt. mit Betonung der zweiten Silbe. Konsumgenossenschaft f. ‘Interessengemeinschaft der Verbraucher’ (19. Jh.); oft verkürzt (mit Betonung der ersten Silbe) Konsum (20. Jh.), das auch die ‘genossenschaftliche Verkaufsstelle’ bezeichnet. Konsumtion f. ‘Verbrauch’ (17. Jh.), aus lat. cōnsūmptio (Genitiv cōnsūmptiōnis) ‘Aufzehrung’, im 19. Jh. in der Allgemeinsprache von Konsum (s. oben) verdrängt. Konsumtionsmittel Plur. ‘Produkte für den individuellen oder gesellschaftlichen Verbrauch’ (20. Jh.), Konsumptionsmittel (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Konsum‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konsum‹.

Verwendungsbeispiele für ›Konsum‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Den Bürgern würde dann mehr Geld für den Konsum an anderer Stelle übrig bleiben. [Süddeutsche Zeitung, 26.10.2004]
Doch trotz der geringen Löhne können auch sie am Konsum teilnehmen. [Der Tagesspiegel, 16.09.2004]
Wichtig war vor allem auch der gemeinsame Konsum von Unterhaltung. [Haibl, Michaela: Kunst – Unterhaltung. In: Enzyklopädie des Nationalsozialismus, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 449]
Diese Bücher waren die ideale Vorbereitung für den jahrelangen Konsum von Vorabendserien. [Illies, Florian: Generation Golf, Berlin: Argon 2000, S. 118]
Warum ist der Konsum alkoholischer Getränke für den Verkehrsteilnehmer gefährlich? [Feuerlein, Wilhelm u. Dittmar, Franz: Wenn Alkohol zum Problem wird, Stuttgart: Thieme 1978, S. 0]
Zitationshilfe
„Konsum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konsum#1>.

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Konsum, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Konsums · Nominativ Plural: Konsums
Aussprache  [ˈkɔnzʊm]
Worttrennung Kon-sum
Wortbildung  mit ›Konsum‹ als Erstglied: Konsumkaufhaus · Konsumladen · Konsummarke · Konsumverkaufsstelle
Herkunft zu Konsum¹
eWDG

Bedeutungen

1.
Konsumgenossenschaft
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
sie trat in den Konsum ein
der Konsum zahlt seinen Mitgliedern Gewinnanteile aus
2.
Verkaufsstelle einer Konsumgenossenschaft, besonders Lebensmittelgeschäft
Beispiel:
sie kauft im Konsum ein
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

konsumieren · Konsument · Konsum · Konsumgenossenschaft · Konsumtion · Konsumtionsmittel
konsumieren Vb. ‘verbrauchen, verzehren’, im 16. Jh. entlehnt aus gleichbed. lat. cōnsūmere (cōnsumptum; zu lat. sūmere ‘nehmen, kaufen, an-, aufwenden, verbrauchen’). – Konsument m. ‘Verbraucher’ (17. Jh.), lat. cōnsūmēns (Genitiv cōnsūmentis) ‘verbrauchend’, Part. Präs. von lat. cōnsūmere. Konsum m. ‘Verbrauch’, Eindeutschung (19. Jh.) von älterem Consumo (18. Jh.), einer Entlehnung von gleichbed. ital. consumo, dementsprechend auch im Dt. mit Betonung der zweiten Silbe. Konsumgenossenschaft f. ‘Interessengemeinschaft der Verbraucher’ (19. Jh.); oft verkürzt (mit Betonung der ersten Silbe) Konsum (20. Jh.), das auch die ‘genossenschaftliche Verkaufsstelle’ bezeichnet. Konsumtion f. ‘Verbrauch’ (17. Jh.), aus lat. cōnsūmptio (Genitiv cōnsūmptiōnis) ‘Aufzehrung’, im 19. Jh. in der Allgemeinsprache von Konsum (s. oben) verdrängt. Konsumtionsmittel Plur. ‘Produkte für den individuellen oder gesellschaftlichen Verbrauch’ (20. Jh.), Konsumptionsmittel (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Konsum‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konsum‹.

Verwendungsbeispiele für ›Konsum‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Konsum schließt mittags um zwölf, es ist fünf Minuten vor. [Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 291]
Der Konsum wurde vor drei Jahren zugemacht und vergittert und sieht jetzt aus wie ein verwaistes Gefängnis. [Dölling, Beate: Hör auf zu trommeln, Herz, Weinheim: Beltz & Gelberg 2003, S. 376]
Meine Frau rannte in den Konsum und kam mit einer neuen Tüte Zauberfraß zurück. [Strittmatter, Erwin: Pony Pedro, Berlin: Kinderbuchverl. 1959, S. 60]
Meine Mutter, die sich als Verkäuferin im Konsum verdingte, heiratete, als ich vierzehn war, einen mecklenburgischen Maurerpolier; ich nannte ihn »Onkel«. [Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 72]
Gerade ist noch Zeit gewesen, zum Konsum zu fahren, ehe er schließen würde. [Wolf, Christa: Störfall: Berlin u. Weimar: Aufbau-Verlag 1987, S. 35]
Zitationshilfe
„Konsum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konsum#2>.

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