Konsument, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Konsumenten · Nominativ Plural: Konsumenten
Aussprache
WorttrennungKon-su-ment (computergeneriert)
HerkunftLatein
Ableitung vonkonsumieren
Wortbildung mit ›Konsument‹ als Erstglied: Konsumentenpreis  ·  mit ›Konsument‹ als Letztglied: Drogenkonsument · Erstkonsument
Duden, GWDS, 1999 und DWDS, 2016

Bedeutungen

1.
Wirtschaft jmd., der etw. konsumiert
Beispiele:
Die Waren [gefälschte Lebensmittel] könnten »hohe Gesundheitsrisiken für die ahnungslosen Konsumenten haben«, warnte Europol in Den Haag. [Neue Zürcher Zeitung, 30.03.2016]
Vor allem Konsumenten freuen sich über die niedrige Teuerungsrate, ihre Kaufkraft steigt dadurch. [Die Zeit, 31.03.2016 (online)]
Gentechnische Eingriffe in das Erbgut von Pflanzen könnten […] möglicherweise Allergien bei Konsumenten auslösen. [Berliner Zeitung, 12.09.1996]
Insgesamt seien im Südwesten mehr als 14000 Konsumenten »harter Drogen« erfaßt. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.01.1993]
Der Konsument mit gutem Geld in der Tasche ist durchaus nicht mehr ein wehrloses Opfer des Produzenten und des Händlers. [Die Zeit, 24.06.1948, Nr. 26]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: kaufkräftige, mündige, potenzielle Konsumenten
als Akkusativobjekt: die Konsumenten ansprechen, überzeugen, verunsichern
in Präpositionalgruppe/-objekt: das Vertrauen von Konsumenten [in etw.]; die Stimmung unter den Konsumenten; der Nutzen, Vorteil für den Konsumenten
mit Genitivattribut: der Konsument einer Droge, Ware
als Aktivsubjekt: die Konsumenten geben Geld aus, halten sich zurück, kaufen etw.
als Passivsubjekt: der Konsument wird geschützt, geschädigt, verunsichert
2.
Biologie in der Nahrungskette   Lebewesen, das organische Nahrung verbraucht
Beispiele:
Neben Produzenten gibt es im Stoff- und Energiekreislauf Wald auch Konsumenten, zu denen der Mensch zählt, und schliesslich Destruenten wie Pilze, die den »Dreck« der Konsumenten den Produzenten wieder zur Verfügung stellen. [Neue Zürcher Zeitung, 22.03.1997]
Diese von Befunden am verwandten Nerz auf den Fischotter übertragene Hypothese ist deshalb plausibel, weil der Fischotter als Konsument von Fischen, Fröschen und Krebsen am Ende verschiedener im Wasser ablaufender Nahrungsketten steht. [Neue Zürcher Zeitung, 12.03.1997]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

konsumieren · Konsument · Konsum · Konsumgenossenschaft · Konsumtion · Konsumtionsmittel
konsumieren Vb. ‘verbrauchen, verzehren’, im 16. Jh. entlehnt aus gleichbed. lat. cōnsūmere (cōnsumptum; zu lat. sūmere ‘nehmen, kaufen, an-, aufwenden, verbrauchen’). Konsument m. ‘Verbraucher’ (17. Jh.), lat. cōnsūmēns (Gen. cōnsūmentis) ‘verbrauchend’, Part. Präs. von lat. cōnsūmere. Konsum m. ‘Verbrauch’, Eindeutschung (19. Jh.) von älterem Consumo (18. Jh.), einer Entlehnung von gleichbed. ital. consumo, dementsprechend auch im Dt. mit Betonung der zweiten Silbe. Konsumgenossenschaft f. ‘Interessengemeinschaft der Verbraucher’ (19. Jh.); oft verkürzt (mit Betonung der ersten Silbe) Konsum (20. Jh.), das auch die ‘genossenschaftliche Verkaufsstelle’ bezeichnet. Konsumtion f. ‘Verbrauch’ (17. Jh.), aus lat. cōnsūmptio (Gen. cōnsūmptiōnis) ‘Aufzehrung’, im 19. Jh. in der Allgemeinsprache von Konsum (s. oben) verdrängt. Konsumtionsmittel Plur. ‘Produkte für den individuellen oder gesellschaftlichen Verbrauch’ (20. Jh.), Konsumptionsmittel (19. Jh.).

Thesaurus

DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bedürfnisse Dealer Drogen Ecstasy Investoren Kaufentscheidung Kaufkraft Kauflaune Kauflust Kaufverhalten Kaufzurückhaltung Konsumentinnen Produzenten Sparer Steuerzahler Stimmung Vertrauen Verunsicherung Wahlfreiheit Zurückhaltung Zuversicht abgewälzt aufgeklärte gläsernen mündigen passiven verunsichert verunsicherten weitergegeben zurückhalten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konsument‹.