Konsumtion, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Konsumtion · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungKon-sum-ti-on
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Konsumtion‹ als Erstglied: ↗Konsumtionsmittel · ↗konsumtionsfähig
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Wirtschaft Konsum, Verbrauch von Wirtschaftsgütern
2.
Rechtssprache das Aufgehen eines einfachen (strafrechtlichen) Tatbestandes in einem übergeordneten, umfassenderen
3.
Medizin körperliche Auszehrung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

konsumieren · Konsument · Konsum · Konsumgenossenschaft · Konsumtion · Konsumtionsmittel
konsumieren Vb. ‘verbrauchen, verzehren’, im 16. Jh. entlehnt aus gleichbed. lat. cōnsūmere (cōnsumptum; zu lat. sūmere ‘nehmen, kaufen, an-, aufwenden, verbrauchen’). Konsument m. ‘Verbraucher’ (17. Jh.), lat. cōnsūmēns (Genitiv cōnsūmentis) ‘verbrauchend’, Part. Präs. von lat. cōnsūmere. Konsum m. ‘Verbrauch’, Eindeutschung (19. Jh.) von älterem Consumo (18. Jh.), einer Entlehnung von gleichbed. ital. consumo, dementsprechend auch im Dt. mit Betonung der zweiten Silbe. Konsumgenossenschaft f. ‘Interessengemeinschaft der Verbraucher’ (19. Jh.); oft verkürzt (mit Betonung der ersten Silbe) Konsum (20. Jh.), das auch die ‘genossenschaftliche Verkaufsstelle’ bezeichnet. Konsumtion f. ‘Verbrauch’ (17. Jh.), aus lat. cōnsūmptio (Genitiv cōnsūmptiōnis) ‘Aufzehrung’, im 19. Jh. in der Allgemeinsprache von Konsum (s. oben) verdrängt. Konsumtionsmittel Plur. ‘Produkte für den individuellen oder gesellschaftlichen Verbrauch’ (20. Jh.), Konsumptionsmittel (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Konsum · ↗Verbrauch  ●  ↗Konsumption  fachspr. · Konsumtion  fachspr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Genuss · ↗Verbrauch
  • multipler Substanzgebrauch  ●  Mischkonsum  ugs.
Assoziationen
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akkumulation Distribution Gut Investition Produktion bloß gesellschaftlich individuell produktiv

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konsumtion‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Letztlich geht es auch hier um Sonnenlicht als primäre Quelle aller Produktion und Konsumtion.
Die Zeit, 18.04.2011, Nr. 16
Dies scheint eine Umkehrung des Zwecks von Produktion und Konsumtion zu sein.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - P. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 8660
Besonders verheißungsvoll erschien das Modell einer genossenschaftlichen Organisierung der Produktion wie der Konsumtion.
Wittmann, Reinhard: Geschichte des deutschen Buchhandels. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1991], S. 3344
Die Konsumtion der Waren ist nicht eingeschlossen in den Kreislauf des Kapitals, aus dem sie hervorgegangen sind.
Lukács, Georg: Geschichte und Klassenbewußtsein, Neuwied u. a.: Leuchterhand 1970 [1923], S. 195
Als Agent des Welt durchdringenden Kapitalismus vereinheitlichen sie nicht nur Produktion und Konsumtion.
Die Welt, 21.10.2000
Zitationshilfe
„Konsumtion“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konsumtion>, abgerufen am 16.10.2019.

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