Konterfei, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Konterfeis · Nominativ Plural: Konterfeis/Konterfeie
Aussprache 
Worttrennung Kon-ter-fei
Herkunft Französisch
Wortbildung  mit ›Konterfei‹ als Grundform: ↗konterfeien
eWDG, 1969

Bedeutung

altertümelnd Bildnis, Fotografie
Beispiele:
ein Konterfei von jmdm. malen
jmds. Konterfei hängt an der Wand
sich [Dativ] beim Fotografen ein Konterfei machen lassen
wo aus schwerem, prunkvollem Rahmen das Konterfei Lady Annas leuchtet [ZuchardtNarr216]
Abbild
Beispiel:
daß die Behauptung, die russische frühe Kunst sei nur Konterfei byzantinischer Kunst gewesen, unhaltbar ... ist [Forschungen1958]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Konterfei · abkonterfeien
Konterfei n. ‘Abbild, Bildnis’. Mhd. kunterfeit, gunterfeit, conterfeit, kunterfei ‘unreines, verfälschtes Gold oder Metall’, kunterfeit, gunderfeit Adj. ‘nachgemacht, falsch’ sind entlehnt aus afrz. contrefait ‘mißgestaltet, entstellt, nachgemacht’, einer Partizipialbildung zu afrz. contrefaire ‘nachmachen, nachbilden’; vgl. gleichbed. mlat. contrafacere gegenüber lat. contrā facere ‘entgegengesetzt handeln, feindlich vorgehen’ (s. ↗kontra und vgl. lat. facere ‘machen, tun’). Die Bedeutung ‘Abbild, Bild, Porträt’ übernimmt das heute nur noch scherzhaft verwendete Konterfei im 15. Jh. aus substantiviertem afrz. mfrz. contrefait ‘Nachahmung, Abbild’. abkonterfeien Vb. ‘abbilden, -malen, porträtieren’ (um 1500).

Thesaurus

Synonymgruppe
Antlitz · ↗Gesicht · Konterfei  ●  ↗Physiognomie  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Porträt · ↗Porträtaufnahme · ↗Porträtfoto  ●  ↗Bild (einer oder mehrerer Personen)  ugs. · Konterfei  geh., veraltend
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Konterfei‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konterfei‹.

Verwendungsbeispiel für ›Konterfei‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da gab es Spezialisten für das Konterfeien der Wälder, der Berge, der Felsen, alle geschickt, massenhaft produktiv.
Süddeutsche Zeitung, 24.10.1996
Zitationshilfe
„Konterfei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konterfei>, abgerufen am 03.06.2020.

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