Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kontinuität, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kontinuität · Nominativ Plural: Kontinuitäten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Kon-ti-nu-ität · Kon-ti-nui-tät
Grundformkontinuieren
Wortbildung  mit ›Kontinuität‹ als Erstglied: Kontinuitätslinie  ·  mit ›Kontinuität‹ als Letztglied: Diskontinuität
Herkunft zu gleichbedeutend continuitāslat
eWDG

Bedeutung

kontinuierliche Fortdauer
Beispiele:
eine gewisse Kontinuität in der Erziehung wahren
die Kontinuität der Produktion
Nur die Nacht […] erlaubt ihm diese Kontinuität der Arbeit [ St. ZweigBalzac179]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kontinuierlich · Kontinuität
kontinuierlich Adj. ‘zusammenhängend, ununterbrochen, fortdauernd’, abgeleitet (18. Jh.) von heute nicht mehr gebräuchlichem kontinuieren Vb. ‘fortsetzen, fortfahren, dauern’ (1. Hälfte 18. Jh.), einer Entlehnung aus lat. continuāre ‘ohne Unterbrechung fortführen, verbinden, fortsetzen’ (zu lat. continuus ‘zusammenhängend, fortlaufend, aufeinanderfolgend’). Kontinuität f. ‘Fortdauer, lückenloser Zusammenhang’ (18. Jh.), aus gleichbed. lat. continuitās (Genitiv continuitātis).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beständigkeit · Dauerhaftigkeit · Konstanz · Kontinuität · Langlebigkeit · Stetigkeit  ●  Perennität  veraltet

Typische Verbindungen zu ›Kontinuität‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kontinuität‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kontinuität‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie empfanden es als einen notwendigen Ausdruck der Kontinuität ihrer eigenen lebenslangen antifaschistischen Überzeugungen. [Weizsäcker, Richard von: Dreimal Stunde Null? 1949 1969 1989, Berlin: Siedler Verlag 2001, S. 23]
Die Literatur hat aber auch andere Formen der Bewegung, des Wachstums, der Kontinuität als die Kunst. [Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 17]
Unter dem politischen Mantel der Kontinuität läßt sich manches auch substantiell verändern. [Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 372]
Theater hat immer etwas mit Prozessen zu tun, mit Kontinuität, mit Probieren, Entwickeln, Weiterentwickeln. [Die Zeit, 16.12.1998, Nr. 52]
Meine Arbeit steht voll in der Kontinuität der revolutionären Bewegung, an der ich teilgenommen habe. [Die Zeit, 02.04.1998, Nr. 15]
Zitationshilfe
„Kontinuität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kontinuit%C3%A4t>.

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