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Kontoristin, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kontoristin · Nominativ Plural: Kontoristinnen
Aussprache 
Worttrennung Kon-to-ris-tin
Wortzerlegung Kontorist -in1
Wortbildung  mit ›Kontoristin‹ als Letztglied: Stenokontoristin
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

kaufmännische Angestellte, die einfachere Verwaltungsarbeiten erledigt   Berufsbezeichnung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kontor · Kontorist · Kontoristin
Kontor n. ‘Geschäftszimmer, kaufmännisches Büro, Handelsniederlassung’ gelangt im 16. Jh. aus dem Nd. in die nhd. Literatursprache. Mnd. kuntōr ‘(pultartiger) Rechnungstisch’ (15. Jh.), auch ‘Schreibstube, Handelsniederlassung’ (um 1400) geht über (wohl die pikard. Lautung wiedergebendes) mnl. contoor auf mfrz. comptoir ‘Zähltisch, Geschäftszimmer, Schreibstube’ zurück, eine Ableitung von mfrz. compter ‘rechnen, berechnen’ (aus lat. computāre). Vom 17. Jh. an gilt häufig die frz. Schreibweise Comptoir, auch (französierend) Contoir. – Kontorist m. (17. Jh.), Kontoristin f. (19. Jh.) ‘Angestellte(r) eines kaufmännischen Betriebes’.

Typische Verbindungen zu ›Kontoristin‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kontoristin‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kontoristin‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Essen wird den meisten »von privat«, wie man sagt, aus einer »böhmischen Küche« geliefert; am Morgen nimmt eine Kontoristin die Bestellungen auf. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1943. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1943], S. 125]
Der Sprung zur Tänzerin blieb ihr verwehrt, die Mutter ließ sie Kontoristin werden. [Die Zeit, 06.01.2003 (online)]
Danach erfolgte 1918 bis 1920 eine Lehre als Kontoristin und Bürotätigkeit. [Baumgartner, Gabriele u. Hebig, Dieter (Hg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR – H. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 16784]
Dem Mädchen billigte man lediglich zu, als Kontoristin oder Buchhalterin tätig zu sein. [Die Zeit, 17.10.1957, Nr. 42]
J. besuchte die Volksschule und erlernte den Beruf einer Kontoristin. [Baumgartner, Gabriele u. Hebig, Dieter (Hg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR – J. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 17273]
Zitationshilfe
„Kontoristin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kontoristin>.

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