Kontrast, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kontrastes · Nominativ Plural: Kontraste
Aussprache
WorttrennungKon-trast · Kont-rast
HerkunftItalienisch
Wortbildung mit ›Kontrast‹ als Erstglied: ↗Kontrastbrei · ↗Kontrastfilter · ↗Kontrastmittel · ↗Kontrastprogramm · ↗Kontrastumfang · ↗kontrastieren · ↗kontrastreich
 ·  mit ›Kontrast‹ als Letztglied: ↗Helligkeitskontrast · ↗Phasenkontrast
eWDG, 1969

Bedeutung

deutlich erkennbarer Gegensatz
Beispiele:
die Farben ›weiß‹ und ›schwarz‹ bilden einen (schroffen) Kontrast
die farblichen Kontraste eines Bildes
den Kontrast beim Fernsehbild schärfer einstellen
um die helldunklen Kontraste zwischen dem von Rembrandt so geliebten Neapelgelb und den durchsichtig lasierten Tiefen voll auskosten zu können [HildesheimerParadies54]
etw. bildet zu etw. einen Kontrast, steht zu etw. im Kontrast
Beispiele:
ihr blondes Haar bildete zu ihren dunklen Augen einen reizvollen Kontrast
seine Worte standen zu seinen Handlungen in auffallendem Kontrast
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kontrast · kontrastieren
Kontrast m. ‘Gegensatz, ausgeprägter Unterschied’ (besonders bei Farbgebungen), als Fachwort der Malerei aus gleichbed. ital. contrasto oder aus ebenfalls dem Ital. entstammendem frz. contraste entlehnt (18. Jh.). Das Substantiv ist zum Verb ital. contrastare ‘im Gegensatz, im Widerspruch stehen’ gebildet, vlat. contrāstāre (aus lat. contrā, s. ↗kontra-, und lat. stāre ‘stehen’). kontrastieren Vb. ‘im Gegensatz stehen, abstechen’ (18. Jh.), zu Kontrast unter Einfluß von frz. contraster.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gegensatz · Kontrast · ↗Unterschied

Typische Verbindungen
computergeneriert

ARD-Magazin Farbe Farbsättigung Helligkeit Schärfe Weiß apart auffallend auffällig augenfällig bemerkenswert bilden bizarr dynamisch eigenartig eigentümlich farblich grell hart herb krass merkwürdig reizvoll scharf schroff seltsam spannungsvoll winkelabhängig wirkungsvoll wohltuend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kontrast‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielleicht war ja auch nur der Kontrast zum ersten Teil des Abends zu stark.
Die Welt, 12.03.2005
Doch von starken Kontrasten innerhalb des Stücks kann eigentlich keine Rede sein.
Der Tagesspiegel, 16.08.2000
Dadurch ergibt sich ein farbiger Kontrast zu der dunkel patinierten Oberfläche.
o. A.: Lexikon der Kunst - F. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 2730
Der graue Rücken des »Wechsel« bildete dazu einen ernst stimmenden Kontrast.
Steiner, Rudolf: Mein Lebensgang, Eine nicht vollendete Autobiographie. In: Oliver Simons (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1925], S. 31107
Das Leben setzt mit raffinierter Kunst die schärfsten Kontraste nebeneinander.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26336
Zitationshilfe
„Kontrast“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kontrast>, abgerufen am 17.09.2019.

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