Konzession, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Konzession · Nominativ Plural: Konzessionen
Aussprache
WorttrennungKon-zes-si-on
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Konzession‹ als Erstglied: ↗konzessionieren · ↗konzessionsbereit · ↗konzessionslos · ↗konzessionspflichtig
 ·  mit ›Konzession‹ als Letztglied: ↗Schankkonzession  ·  mit ›Konzession‹ als Grundform: ↗Konzessionär
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Zugeständnis
Beispiele:
jmdm. Konzessionen, eine Konzession machen
jmdn. zu Konzessionen bewegen
er ist zu keiner politischen Konzession bereit
das sind Konzessionen an den Geschmack des Publikums
2.
behördliche Genehmigung für die Ausübung eines Gewerbes
Beispiele:
die Konzession für eine Gaststätte erwerben, erhalten
jmdm. die Konzession entziehen
denn für einen ordnungsmäßigen Buchhandel fehlte ihm die Konzession [St. ZweigAmok186]
staatliches Recht, ein Gebiet zu erschließen, dessen Bodenschätze auszubeuten
Beispiele:
der Konzern hat eine Konzession für Erdölbohrungen erhalten
könnte man ... die Konzession auf ein ganz nettes Neukorsika erwerben [TralowNeuhoff387]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Konzession · konzessiv
Konzession f. ‘Zugeständnis’, später ‘behördliche Genehmigung, Zulassung, Erschließungs-, Ausbeuterecht’ ist entlehnt aus lat. concessio (Genitiv concessiōnis) ‘Zugeständnis, Einräumung, Bewilligung’ (16. Jh.), einer substantivischen Bildung zu lat. concēdere (concessum) ‘beiseite treten, das Feld räumen, zugestehen’. Die Wendung Konzessionen machen (19. Jh.) entspricht frz. faire des concessions. konzessiv Adj. ‘einräumend’, auch Fachwort der Grammatik wie schon gleichbed. lat. concessīvus, vgl. concessiver Satz (Adelung 1788), danach Konzessivsatz m. ‘Nebensatz, der ein Zugeständnis ausdrückt, das zum Inhalt des Hauptsatzes in Widerspruch steht’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Konzession · ↗Zugeständnis
Synonymgruppe
Befugnis · ↗Berechtigung · ↗Bevollmächtigung · ↗Billigung · ↗Einwilligung · ↗Ermächtigung · ↗Genehmigung · ↗Lizenz · ↗Plazet · ↗Recht · ↗Zulassung  ●  ↗Erlaubnis  Hauptform · ↗Segen  fig. · ↗Absegnung  ugs. · ↗Autorisation  geh. · ↗Autorisierung  geh. · Konzession  fachspr. · ↗Okay  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Buslinie Entzug Erteilung Gegenleistung Gegenseite Konzession Palästinenser Publikumsgeschmack Spielbank Vergabe Zeitgeist abringen auslaufen ausschreiben einseitig entziehen erkaufen erteilen erteilt gemacht gewährt handelspolitisch reichend schmerzhaft substantiell territorial vergeben weitergehend weitgehend weitreichend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konzession‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die zeigen sich an der Zahl der Konzessionen: 6636 gab es im vergangenen Jahr; 7222 waren es 1993 gewesen.
Der Tagesspiegel, 24.03.2004
In diesem Alter müssen sie, seit 1992, ihre Konzession abgeben.
Süddeutsche Zeitung, 21.01.2000
Wir glauben, daß es verfrüht ist, diese Konzession den Sowjets zu machen.
Nr. 335: Schreiben Scowcroft an Teltschik vom 30. Juni 1990. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1990], S. 3733
Vergebens suchte noch m letzter Stunde die Regierung Konzessionen zu machen.
Hoffmann, Wilhelm: Roms Aufstieg zur Weltherrschaft. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 8803
Der Gesang bleibt stets melodisch und leicht eingängig, ohne Konzessionen an den vulgären Geschmack.
Ferchault, Guy: Doyen. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 9433
Zitationshilfe
„Konzession“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Konzession>, abgerufen am 17.02.2019.

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