Koog, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Koog(e)s · Nominativ Plural: Köge
Nebenform seltenKog · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kog(e)s · Nominativ Plural: Köge
Rechtschreibregeln§ 9
eWDG, 1969

Bedeutung

norddeutsch dem Meere abgewonnenes, durch Deiche geschütztes Neuland
Beispiele:
nach dem Deichbruch wurde fast der ganze Koog/Kog überschwemmt
ich will, daß das große Vorland ... zu einem festen Kooge eingedeicht werde [StormSchimmelr.7,210]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Koog m. ‘eingedeichtes Marschland’. Das aus dem Nd. durch Th. Storm in die Literatursprache aufgenommene Wort ist an der Nordseeküste verbreitet; vgl. mnd. kōch, koech ‘durch Eindeichung dem Meer abgewonnenes Land, hohes Land vor dem Deich’, mnl. caech, nl. kaag, koog, afries. kāch, nordfries. kūch (germ. *kauga-) sowie Cuxhaven, älter Kuckshafen (1570), Koogshaven (1700). Herkunft unbekannt.

Thesaurus

Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nordstrand ist aus verschiedenen Kögen samt Deichen entstanden, die sukzessive nach 1634 gewonnen wurden.
Süddeutsche Zeitung, 12.12.1995
Die Arbeiten im neuen Koog südlich des nach Sylt führenden Hindenburgdammes gehen weiter.
Die Zeit, 26.04.1956, Nr. 17
Noch Ende Oktober strömten täglich ein paar Millionen Kubikmeter salzigen Nordseewassers in den noch unbenannten Koog.
Die Zeit, 11.11.1954, Nr. 45
Und alle im Kaiser-Wilhelm Koog sagen, dass er jetzt besser wegziehen sollte.
Bild, 16.12.2002
Bis zum Jahr 2005 sind für die Schutzmaßnahmen im Koog etwa 31 Millionen Mark vorgesehen.
Die Welt, 25.10.1999
Zitationshilfe
„Koog“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Koog>, abgerufen am 25.06.2019.

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