Kornblume, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungKorn-blu-me
WortzerlegungKorn1Blume
Wortbildung mit ›Kornblume‹ als Erstglied: ↗kornblumenblau
eWDG, 1969

Bedeutung

zu den Korbblütlern gehörende Pflanze mit leuchtend blauen Blüten, die vor allem auf Getreidefeldern wächst
Beispiel:
einen Strauß Kornblumen pflücken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Korn · körnen · körnig · Kornblume · Korn
Korn n. ‘Samen’ (von Gräsern und Getreide), allgemein ‘Roggen, Getreide’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. korn, mnd. kōrn, mnl. corn, cōren, coorn, nl. koren, koorn, aengl. engl. corn, anord. schwed. korn, got. kaúrn (germ. *kurna-) bezeichnen das ‘Samenkorn’, zugleich das jeweils übliche Brotgetreide und stehen z. B. im Dt. für ‘Roggen’ (auch allgemein für ‘Getreide’), im Schwed. für ‘Gerste’, im Engl. für ‘Weizen’. Verwandt sind ablautendes ↗Kern (s. d.) sowie lat. grānum ‘Korn, Kern’, aslaw. zrьno, russ. zernó (зерно) ‘Korn’, lit. žìrnis ‘Erbse’. Alle Formen gehören als Bildungen mit Nasalsuffix zur Wurzel ie. *g̑er(ə)- ‘morsch, reif werden, altern’, älter wohl ‘reiben, aufgerieben werden’ (wozu auch ↗Kerl, s. d.). Dabei weist Korn wie seine lat. und slaw. Entsprechungen partizipiales no-Suffix auf, ist also ursprünglich als ‘etw. klein Zerriebenes, Reibefrucht’ zu verstehen. körnen Vb. ‘Körner bilden, granulieren’, mhd. körnen ‘mit Körnern locken oder füttern, Körner ansetzen, bilden’. körnig Adj. ‘kornförmig, gekörnt’ (16. Jh.). Kornblume f. blaue, in Kornfeldern wachsende Blume, auch (heute mundartlich) die rote (purpurne) ‘Kornrade’, mhd. kornbluome. Korn m. ‘gebrannter Getreideschnaps’ (19. Jh.), verkürzt aus Kornbranntwein m. (18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blau Kamille Klatschmohn Margerite Mohn Nelke Ringelblume Rose Strauß blau blühen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kornblume‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das reichte bei Rose und Kornblume aber als Erklärung nicht aus.
Die Welt, 11.08.2005
Ich ging durch ein Ährenfeld, sah den roten Mohn und blaue Kornblumen.
Eberlein, Gisela: Autogenes Training für Fortgeschrittene, Düsseldorf: Wien Econ Verlag 1974, S. 37
Aus der beige-braunen Umgebung stechen die leuchtend blauen Schuluniformen der Kinder hervor wie Kornblumen.
Die Zeit, 26.02.2007, Nr. 09
In ihren Augen mischten sich seltsam verteilt die Farben der Kornblume und des Veilchens.
Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 20
Er brachte drei Paar hellgraue schwedische Handschuhe, dunkelrote Nelken mit weißen Kornblumen.
Altenberg, Peter: Märchen des Lebens. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1908], S. 6272
Zitationshilfe
„Kornblume“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kornblume>, abgerufen am 11.12.2019.

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