Korrelation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Korrelation · Nominativ Plural: Korrelationen
Aussprache 
Worttrennung Kor-re-la-ti-on
Herkunft Latein
Wortzerlegung korrelieren-ation
Wortbildung  mit ›Korrelation‹ als Erstglied: ↗Korrelationskoeffizient  ·  mit ›Korrelation‹ als Letztglied: ↗Autokorrelation  ·  mit ›Korrelation‹ als Grundform: ↗korrelativ  ·  formal verwandt mit: ↗Korrelat
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2016

Bedeutungen

1.
bildungssprachlich, fachsprachlich wechselseitige Beziehung
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine enge Korrelation
als Akkusativobjekt: eine Korrelation feststellen, nachweisen
in Präpositionalgruppe/-objekt: in Korrelation [zueinander] stehen
Beispiele:
Zwischen engagierten, unternehmerisch denkenden Mitarbeitern und den obersten Plätzen eines Unternehmens in den Rankings der Innovativsten besteht [eine] wissenschaftlich gut dokumentierte Korrelation. [Der Standard, 26.03.2016]
Die Vergangenheit hat […] gezeigt, daß es keine zwingende Wechselbeziehung (Korrelation) zwischen Gewinnentwicklung und Marktveränderungen gibt. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.12.2000]
Die übliche Methodenempfehlung […] fragt nach Beziehungen zwischen Variablen, eventuell nach Korrelationen und nach den Bedingungen, von denen sie abhängen. [Luhmann, Niklas: Die Gesellschaft der Gesellschaft, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997, S. 37]
2.
Mathematik nur statistisch, mithilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung zu erfassender (loser, zufälliger) Zusammenhang zwischen bestimmten Erscheinungen
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine enge, negative, statistische, starke Korrelation
als Akkusativobjekt: eine Korrelation feststellen, nachweisen
in Präpositionalgruppe/-objekt: in Korrelation [zueinander] stehen
in Koordination: Korrelation und Kausalität
mit Prädikativ: eine Korrelation ist signifikant
Beispiele:
Eine Sequenz solcher mathematischer Operationen, angewandt auf zwei zeitlich veränderliche Funktionen, wird Korrelation genannt. Sie ermittelt den Grad des statistischen Zusammenhangs der beiden Funktionen. [Hoffmann, K.-P. u. Wehrhahn, Christian: Zentrale Sehsysteme. In: Dudel, Josef u. a. (Hgg.) Neurowissenschaft, Berlin: Springer 1996, S. 417]
Dagegen sind die Sozialwissenschaften wieder mathematischer: sie haben als Kontrollinstrumente die Statistik, die Tabelle, die Korrelation zwischen verschiedenen Faktoren […], die Faktorenanalyse etc. [Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 361]
Im nächsten Beispiel geht es um ein ebenso altes wie quälendes Problem der Statistik: um den Zusammenhang zwischen Korrelation und Kausalität. Das Problem ist, daß die Statistiker genau wissen, was Korrelationen sind, sich aber eigentlich nicht für sie interessieren, während sie sich eigentlich für Kausalverhältnisse interessieren, aber nicht genau wissen, was diese sind. [Die Zeit, 27.09.1996, Nr. 40]
3.
Medizin funktionelle Wechselbeziehung zwischen verschiedenen Körperorganen
Beispiel:
Die Beziehungen der Körperteile durch Hormone oder die chemischen Korrelationen der Organe sind im Körper der Wirbeltiere sehr zahlreich. [Hesse, Richard: Der Tierkörper als selbständiger Organismus, Leipzig u. a.: B. G. Teubner 1910, S. 761]

Thesaurus

Synonymgruppe
Aufeinanderbezogensein · Korrelation · ↗Wechselbeziehung · ↗Zusammenhang
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Anschlusskorrelation · Silbenschnittkorrelation
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Korrelation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Korrelation‹.

Zitationshilfe
„Korrelation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Korrelation>, abgerufen am 04.07.2020.

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