Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kosmos, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kosmos · wird nur im Singular verwendet
Aussprache  [ˈkɔsmɔs]
Worttrennung Kos-mos
Wortbildung  mit ›Kosmos‹ als Erstglied: Kosmosrakete · kosmisch  ·  mit ›Kosmos‹ als Letztglied: Makrokosmos · Mikrokosmos
Herkunft zu kósmosgriech (κόσμος) ‘Ordnung, Anstand, Schmuck, Weltordnung, Welt’
eWDG

Bedeutung

Weltraum, Universum
Beispiele:
der weite, unerforschte Kosmos
den Kosmos erschließen, entdecken
in den Kosmos vorstoßen
Versuche im Kosmos
die Entstehung, Erforschung, Unermesslichkeit des Kosmos
der Mensch wird zum Entdecker des Kosmos
»Seit einer Stunde haben die Russen einen Mann im Kosmos« [ Ch. WolfGeteilter Himmel227]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kosmos · kosmisch · Kosmodrom · Kosmonaut
Kosmos m. ‘Weltall, Universum, Weltordnung’, Übernahme (vgl. A. v. HumboldtsKosmos, Entwurf einer physischen Weltbeschreibung“, 1845) von griech. kósmos (κόσμος) ‘Ordnung, Anstand, Schmuck, Weltordnung, Welt’. kosmisch Adj. ‘das Weltall betreffend, zu ihm gehörig’ (18. Jh.). Kosmodrom n. ‘Startplatz für Weltraumraketen in Kasachstan’, Übernahme (20. Jh.) von russ. kosmodróm (космодром), einer gelehrten Bildung zu griech. kósmos und drómos (δρόμος) ‘Lauf, Wettlauf, Laufbahn, Rennbahn’, wohl in Analogie zu dem aus frz. hippodrome ‘Pferderennbahn’ entlehnten russ. (älter) gippodróm (гипподром) ‘Rennbahn’. Kosmonaut m. ‘Weltraumfahrer Rußlands und der osteuropäischen Länder’, russ. kosmonávt (космонавт); vgl. griech. ná͞utēs (ναύτης) ‘Schiffer’ (s. Astronaut und Nautik).

Thesaurus

Synonymgruppe
All · Kosmos · Raum · Sphäre · Universum · Weltall · Weltraum  ●  Weltenraum  poetisch
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Kosmos‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kosmos‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kosmos‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So steht sie auch dem Kosmos näher als der Mann. [Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 1150]
Die Kunst konstituiert sich nun als ein Kosmos immer bewußter erfaßter selbständiger Eigenwerte. [Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. I, Tübingen: Mohr 1920 [1916-1919], S. 928]
Das »Kosmos« ist eines von 22 Kinos in der Stadt. [konkret, 1987]
Der Kosmos, der daraus entspringt, ist in ihm, jederzeit abrufbar, in all seiner Fülle. [Die Zeit, 30.06.2012, Nr. 22]
In den Zahlen erzeugt die Zeit einen »Kosmos des reinen Denkens«, die »Einheiten der Mehrheit«. [Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 11575]
Zitationshilfe
„Kosmos“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kosmos>.

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