Kosmos, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kosmos · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungKos-mos
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Kosmos‹ als Erstglied: ↗Kosmosrakete  ·  mit ›Kosmos‹ als Letztglied: ↗Makrokosmos · ↗Mikrokosmos
eWDG, 1969

Bedeutung

Weltraum, Universum
Beispiele:
der weite, unerforschte Kosmos
den Kosmos erschließen, entdecken
in den Kosmos vorstoßen
Versuche im Kosmos
die Entstehung, Erforschung, Unermesslichkeit des Kosmos
der Mensch wird zum Entdecker des Kosmos
»Seit einer Stunde haben die Russen einen Mann im Kosmos« [Ch. WolfGeteilter Himmel227]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kosmos · kosmisch · Kosmodrom · Kosmonaut
Kosmos m. ‘Weltall, Universum, Weltordnung’, Übernahme (vgl. A. v. HumboldtsKosmos, Entwurf einer physischen Weltbeschreibung“, 1845) von griech. kósmos (κόσμος) ‘Ordnung, Anstand, Schmuck, Weltordnung, Welt’. kosmisch Adj. ‘das Weltall betreffend, zu ihm gehörig’ (18. Jh.). Kosmodrom n. ‘Startplatz für Weltraumraketen in Kasachstan’, Übernahme (20. Jh.) von russ. kosmodróm (космодром), einer gelehrten Bildung zu griech. kósmos und drómos (δρόμος) ‘Lauf, Wettlauf, Laufbahn, Rennbahn’, wohl in Analogie zu dem aus frz. hippodrome ‘Pferderennbahn’ entlehnten russ. (älter) gippodróm (гипподром) ‘Rennbahn’. Kosmonaut m. ‘Weltraumfahrer Rußlands und der osteuropäischen Länder’, russ. kosmonávt (космонавт); vgl. griech. ná͞utēs (ναύτης) ‘Schiffer’ (s. ↗Astronaut und ↗Nautik).

Thesaurus

Synonymgruppe
All · Kosmos · ↗Raum · ↗Sphäre · ↗Universum · ↗Weltall · ↗Weltraum  ●  ↗Weltenraum  poetisch
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Kosmos‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Abbild Chaos Entstehung Erforschung Expansion Fixstern Frühzeit Galaxis Harmonie Kiez Kosmos Kurbel Materie Militarisierung Unendlichkeit Urknall Weite Wettrüsten bevölkern eintauchen erschaffen erzählerisch geordnet geschlossen literarisch musikalisch poetisch unendlich vielgestaltig überschaubar

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kosmos‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kosmos‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man ist ja manchmal sehr alleine am Set, in so einem seltsamen Kosmos drin.
Der Tagesspiegel, 24.07.2001
Sie würden damit die gesamte Entwicklung des Kosmos entscheidend beeinflussen.
Süddeutsche Zeitung, 03.03.1994
Sterne, für die letzteres gilt, müssen daher jünger sein als der Kosmos.
Wieland, W.: Entwicklung. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 3043
Die Kunst konstituiert sich nun als ein Kosmos immer bewußter erfaßter selbständiger Eigenwerte.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. I, Tübingen: Mohr 1920 [1916-1919], S. 928
In den Zahlen erzeugt die Zeit einen »Kosmos des reinen Denkens«, die »Einheiten der Mehrheit«.
Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 11575
Zitationshilfe
„Kosmos“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kosmos>, abgerufen am 22.01.2020.

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