Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kost, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kost · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 

Bedeutungsübersicht+

  1. Nahrung, Ernährung
    1. ⟨jmdn. auf (eine) schmale Kost setzen⟩ jmdn. ungenügend ernähren
    2. Verpflegung, Beköstigung
    3. [übertragen] ⟨die geistige Kost⟩ das, was jmd. geistig verarbeiten, begreifen kann
eWDG

Bedeutung

Nahrung, Ernährung
Beispiele:
eine gesunde, kräftige, einfache, einförmige, derbe, grobe, billige, reichliche, gute, fette, magere, schmackhafte, vollwertige, fleischlose, vegetarische, pflanzliche, vitaminreiche, eiweißhaltige, salzarme, fettlose, feste, flüssige Kost
eine abwechslungsreiche Kost bieten
sich [Dativ] eine bessere Kost wünschen
jmdn. auf (eine) schmale Kost setzenjmdn. ungenügend ernähren
Beispiele:
zur täglichen Kost gehören Obst und Gemüse
jmds. Kost umstellen
weil er auf schmale, fast fleischlose Kost gesetzt war [ Th. MannKönigl. Hoheit7,186]
Verpflegung, Beköstigung
Beispiele:
Kost und Logis (= Verpflegung und Unterkunft)
sie hat bei ihnen freie Kost und Wohnung, Quartier, Logis (= wird kostenlos verpflegt und zahlt keine Miete)
jmdn. in Kost nehmen (= für jmds. Beköstigung sorgen)
sich, jmdn. in Kost geben (= jmdn. für seine, jmds. Beköstigung sorgen lassen)
übertragen die geistige Kostdas, was jmd. geistig verarbeiten, begreifen kann
Beispiele:
für die geistige Kost des Kindes, der Urlauber sorgen
das Kind verlangt nach höherer Kost
sein Vortrag war zu schwere Kost für die Zuhörer
dieses Buch, Theaterstück ist leichte Kost
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kost · beköstigen · verköstigen · Kostgänger · Zukost
Kost f. ‘Essen, Ernährung, Verpflegung’. Das unter kosten1 (s. d.) angeführte ahd. kosta, mhd. kost, koste ‘Wert, Preis, Geldmittel, Aufwand, Ausgaben’ (woraus nhd. Kosten Plur.) entwickelt bereits in mhd. Zeit die Bedeutung ‘(Aufwand für) Verpflegung, Speise, Lebensmittel’, die der singularische Gebrauch des Wortes bis heute bewahrt. beköstigen Vb. ‘mit Nahrung versehen’, mhd. bekostigen; auch verköstigen Vb. (16. Jh.). Kostgänger m. ‘wer mit jmdm. zur Kost geht, Tischgenosse’ (Anfang 16. Jh.), ‘wer regelmäßig zu jmdm. zum Essen geht, von ihm beköstigt wird’ (18. Jh.). Zukost f. ‘was zum Brot gegessen wird’ (17. Jh.), ‘Beilage zum Hauptgericht’ (um 1700).

Thesaurus

Synonymgruppe
Futter · Kost · Nahrung
Synonymgruppe
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Kost‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kost‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kost‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und das ist fraglos nichts anderes als die vernünftig gemischte Kost. [Schönfeldt, Sybil: Leichte schnelle Küche, Hamburg: Litten 1978, S. 13]
Diese soll er noch neben der täglichen ohnehin reichlichen Kost verzehren. [o. A.: Heumann-Heilmittel, o. O.: [1936], S. 87]
Leider gibt es beide Bücher nur auf Englisch, und die Lektüre ist sicherlich keine leichte Kost. [C't, 1999, Nr. 19]
So scheint vor allem eine besonders karge Kost das Leben zu verlängern. [Die Zeit, 06.02.2012, Nr. 06]
Völlige fleischfreie Kost für längere Zeit, salzlos, reizlos, ist zweckmäßig. [Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 388]
Zitationshilfe
„Kost“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kost>.

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