Kostenmiete, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kostenmiete · Nominativ Plural: Kostenmieten
Aussprache [ˈkɔstn̩ˌmiːtə]
Worttrennung Kos-ten-mie-te
Wortzerlegung Kosten Miete1
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Recht Mietzins, der zur Deckung der (laufenden) Aufwendungen der Vermietung erforderlich ist
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine hohe, die reine, echte, kalkulierte Kostenmiete
als Akkusativobjekt: die Kostenmiete verlangen, zahlen
in Präpositionalgruppe/-objekt: die Differenz zwischen der Kostenmiete [und der Sozialmiete]
Beispiele:
Da sich Sozialwohnungen nicht kostendeckend errichten lassen, gibt die Stadt rund 150 Millionen Euro pro Jahr dafür aus, die steigenden Kostenmieten auf Sozialwohnungsniveau herunterzusubventionieren. [Die Zeit, 18.12.2017]
Weil es gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften nicht auf Gewinn oder Wertsteigerung abgesehen haben, geben sie den Wohnraum zur Kostenmiete ab. [Der Bund, 24.07.2021]
[…] die Schere zwischen den Kostenmieten (bis zu 19 Euro je Quadratmeter) und den tatsächlich von den Mietern entrichteten Mieten (4,50 Euro je Quadratmeter) ist so groß, daß die Lücke ohne die [Wohnungsbau-]Förderung nicht geschlossen werden kann. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2005]
Die Kostenmiete bei Sozialwohnungen ist überprüfbar. Für die Ermittlung der Kostenmiete ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung aufzustellen. Darin können für Verwaltung, Instandhaltung und Schönheitsreparaturen feste Pauschbeträge angesetzt werden. [Berliner Zeitung, 04.06.2005]
Isoliert betrachtet, versteht man unter diesem Begriff [Kostenmiete] eine Miete, die alle Kosten eines Vermieters aus der Vermietung einer Immobilie abdeckt. Meistens wird von der Kostenmiete jedoch im Zusammenhang mit dem sozialen Wohnungsbau gesprochen, wo dieser Begriff gesetzlich geregelt ist. So darf der Vermieter einer Sozialwohnung vom Mieter höchstens die Kostenmiete verlangen. [Süddeutsche Zeitung, 10.04.1999]
Werden die öffentlichen Mittel auf Grund einer Wirtschaftlichkeitsberechnung bewilligt, so hat die Bewilligungsstelle für die zum Vermieten bestimmten Wohnungen die Miete zu genehmigen, die zur Deckung der laufenden Aufwendungen erforderlich ist (Kostenmiete). [Zweites Wohnungsbaugesetz (Wohnungsbau- und Familienheimgesetz – II. WoBauG). In: Sartorius: Verfassungs- und Verwaltungsgesetze der Bundesrepublik Deutschland. München: Beck 1998]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Kostenmiete‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kostenmiete‹.

Zitationshilfe
„Kostenmiete“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kostenmiete>.

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