Kotze, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kotze · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungKot-ze
Wortbildung mit ›Kotze‹ als Letztglied: ↗Babykotze
eWDG, 1969

Bedeutung

vulgär das Erbrochene
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kotze1 · Kotzen
Kotze1 f. Kotzen m. südd. ‘grobes Wollzeug’ (Überwurf, Mantel, Decke), ahd. kozzo m. (9. Jh.), koz m. (10. Jh.), kozza f. (9. Jh.), mhd. kotze, koz m., asächs. kott m., mnd. kot m., mnl. cote f. Herkunft nicht geklärt. Eine Entlehnung aus mlat. cottus, cotta? S. nahestehendes ↗Kutte.

kotzen · Kotze2 · auskotzen · ankotzen
kotzen Vb. ‘sich übergeben, erbrechen’, im 15. Jh. entstanden aus frühnhd. koptzen, einer Intensivbildung zu einem wohl lautmalenden Verb frühnhd. koppen ‘aus dem Magen aufstoßen, rülpsen’; vgl. auch gleichbed. spätmhd. koppeln, köppeln sowie koppen ‘krächzen’ (vom Raben). Kotze2 f. ‘Erbrochenes’ (16. Jh.), frühnhd. Kotz m. auskotzen Vb. ‘erbrechen’ (16. Jh.), übertragen (reflexiv) ‘seinem Groll Luft machen’ (20. Jh.). ankotzen Vb. ‘anwidern, anekeln, anschreien, anfahren’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Erbrochenes  ●  Kotze  derb

Typische Verbindungen zu ›Kotze‹, ›Kotzen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Blut Pisse riechen schmecken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kotze‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kotze‹, ›Kotzen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer jedoch über Aids politisch reflektiert, dem kommt die Kotze hoch.
Der Spiegel, 14.10.1985
Hier gibt es nur einen bis oben hin abgefüllten Piesch mit Kotze vorm Bett und eingepißter Hose.
Ossowski, Leonie: Die große Flatter, Weinheim: Beltz & Gelberg 1986 [1977], S. 155
Zitationshilfe
„Kotze“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kotze#1>, abgerufen am 28.01.2020.

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Kotze, die oder der

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kotze · Nominativ Plural: Kotzen
Nebenform Kotzen · Substantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungKot-ze ● Kot-zen
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
süddeutsch, österreichisch grobe, dicke Wolldecke
2.
süddeutsch wollener Umhang
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kotze1 · Kotzen
Kotze1 f. Kotzen m. südd. ‘grobes Wollzeug’ (Überwurf, Mantel, Decke), ahd. kozzo m. (9. Jh.), koz m. (10. Jh.), kozza f. (9. Jh.), mhd. kotze, koz m., asächs. kott m., mnd. kot m., mnl. cote f. Herkunft nicht geklärt. Eine Entlehnung aus mlat. cottus, cotta? S. nahestehendes ↗Kutte.

kotzen · Kotze2 · auskotzen · ankotzen
kotzen Vb. ‘sich übergeben, erbrechen’, im 15. Jh. entstanden aus frühnhd. koptzen, einer Intensivbildung zu einem wohl lautmalenden Verb frühnhd. koppen ‘aus dem Magen aufstoßen, rülpsen’; vgl. auch gleichbed. spätmhd. koppeln, köppeln sowie koppen ‘krächzen’ (vom Raben). Kotze2 f. ‘Erbrochenes’ (16. Jh.), frühnhd. Kotz m. auskotzen Vb. ‘erbrechen’ (16. Jh.), übertragen (reflexiv) ‘seinem Groll Luft machen’ (20. Jh.). ankotzen Vb. ‘anwidern, anekeln, anschreien, anfahren’ (20. Jh.).
Zitationshilfe
„Kotze“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kotze#2>, abgerufen am 28.01.2020.

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