Krückstock, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungKrück-stock (computergeneriert)
WortzerlegungKrückeStock1
eWDG, 1969

Bedeutung

mit festem, handlichem Griff versehener Stock, der zu stärkerem Aufstützen dient
Beispiele:
mit einem Krückstock gehen
sich auf den Krückstock stützen
übertragen
Beispiele:
umgangssprachlich am Krückstock gehen (= am Ende seiner Kräfte sein)
salopp das merkt doch ein Blinder mit Krückstock (= das muß man doch mit dem geringsten Spürvermögen merken)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Krücke · Krückstock
Krücke f. ‘Stock für Gehbehinderte mit Querholz als Stütze in der Achselhöhle oder mit Unterarmstützen’, ahd. krucka (8. Jh.), mhd. krucke, krücke, asächs. krukka, mnd. krücke, mnl. crucke, nl. kruk, aengl. crycc, engl. crutch, schwed. krycka setzen germ. *krukjō bzw. *krukjōn ‘Stab mit krummem Griff’ voraus, Nominalbildungen zu der unter ↗kriechen (s. d.) genannten Erweiterung ie. *greug-, *grūg- der Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’. Krückstock m. (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gehhilfe · ↗Gehstock · ↗Handstock · ↗Hirtenstab · ↗Spazierstock · ↗Wanderstab · ↗Wanderstock  ●  Krückmann  veraltend · Invalidenstock  ugs. · ↗Krücke  ugs. · Krückstock  ugs. · ↗Stenz (Wandergeselle)  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blinde Dame Greis Hut Messer humpeln stützen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Krückstock‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch jetzt wirkt sie wieder ziemlich fit, ein Krückstock hilft noch beim Gehen.
Die Zeit, 05.07.2010, Nr. 27
Frau Bauer geht wieder mit ihrem Krückstock durch den Raum, denkt sie sich nur - und legt sich auch gleich wieder hin.
Der Spiegel, 14.04.1986
Sie marschieren im Schloßhof, krampfhaft, selig lächelnd stößt er den Takt mit dem Krückstock.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1922. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1922], S. 19
Der Alte stieß mit dem Krückstock gegen das Fenster und schüttelte die Faust.
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 21
Der König nahm seinen Krückstock und trollte sich von dannen.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 17726
Zitationshilfe
„Krückstock“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Krückstock>, abgerufen am 26.03.2019.

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