Krümel, der oder das

Grammatik Substantiv (Maskulinum, Neutrum) · Genitiv Singular: Krümels · Nominativ Plural: Krümel
Worttrennung Krü-mel
Wortbildung  mit ›Krümel‹ als Erstglied: ↗Krümelchen · ↗Krümelgarnitur  ·  mit ›Krümel‹ als Letztglied: ↗Brotkrümel · ↗Kalkkrümel · ↗Kuchenkrümel · ↗Käsekrümel · ↗Tabakkrümel · ↗Zuckerkrümel

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. winziges abgebröckeltes Stück, besonders von Gebackenem
    1. [umgangssprachlich, bildlich] ⟨kein Krümel⟩ nicht das Geringste
  2. 2. [umgangssprachlich, scherzhaft] kleines Kind
eWDG

Bedeutungen

1.
winziges abgebröckeltes Stück, besonders von Gebackenem
Beispiele:
Krümel fallen herunter
die Krümel auf dem Fußboden verstreuen
der Tisch liegt voller Krümel
umgangssprachlich, bildlich kein Krümelnicht das Geringste
Beispiele:
es ist kein Krümel (= nichts) mehr da
wir haben kein(en) Krümel Zucker im Hause
»zum Teufel« – sagte er – »Kein Krümel Tabak« [ ZuckmayerBauer16]
2.
umgangssprachlich, scherzhaft kleines Kind
Grammatik: Genus Maskulinum
Beispiele:
na, du (kleiner) Krümel?
wie, der Krümel geht schon zur Schule?
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Krume · Krümel · krümeln · verkrümeln · krümelig
Krume f. ‘abgebröckeltes kleines (Brot)stückchen, weiches Inneres (von Brot), oberste lockere Schicht des Bodens’ (vgl. Ackerkrume), mhd. (md.) krume, mnd. krōme, krůme, mnl. crōme, crūme, nl. kruim, aengl. cruma, engl. crumb, schwed. (in)kråm ‘Krume, Eingeweide’ lassen sich vielleicht mit griech. grȳméa (γρυμέα) ‘(Kasten für) Gerümpel’, lat. grūmus ‘Erdhaufen, Hügel’ vergleichen und als Bildungen mit m-Suffix im Sinne von ‘Zusammengekratztes’ an ie. *greu-, *grū- (s. ↗krauen), eine Erweiterung der Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’, anschließen. Das Wort erlangt erst nach Luther (der Brosame verwendet) allgemeine Geltung. Krümel m. n. ‘kleines Teilchen’ (besonders von Backwerk) (15. Jh.). krümeln Vb. ‘in kleine Krumen zerfallen’ (15. Jh.). verkrümeln Vb. ‘sich unauffällig entfernen’, eigentlich ‘sich in Krümel auflösen’ (2. Hälfte 18. Jh.). krümelig Adj. ‘in Krümel zerfallend, aus ihnen bestehend’ (19. Jh.), älter krümelicht (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bröckchen · ↗Brösel · Krümel

Typische Verbindungen zu ›Krümel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Krümel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Krümel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn ich etwas haßte, waren es Krümel, gleich welcher Art.
Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 113
Gemächlich sammelte er auch die letzten Krümel mit der Gabel zusammen.
Der Tagesspiegel, 28.12.2002
Als sie nach Stunden zurückkamen, ging es "Krümel" noch schlechter.
Bild, 16.01.1999
Über dem Teller streicht er sich die Krümel von den Handflächen und lehnt sich zurück.
Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 27
Bitte, keine Kügelchen daraus drehen und die Krümel möglichst auf den Teller fallen lassen!
Oheim, Gertrud: Einmaleins des guten Tons, Gütersloh: Bertelsmann 1957 [1955], S. 88
Zitationshilfe
„Krümel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kr%C3%BCmel>, abgerufen am 07.03.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Krume
Krümchen
Krüllschnitt
Krulle
Kruke
Krümelchen
Krümelgarnitur
krümelig
Krümelkacker
Krümelkäse