Krake, der oder die

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kraken · Nominativ Plural: Kraken
Nebenform umgangssprachlich Krake · Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Krake · Nominativ Plural: Kraken
Aussprache
WorttrennungKra-ke (computergeneriert)
HerkunftNorwegisch
eWDG, 1969

Bedeutung

Tintenfisch mit kurzem, sackartigem Körper und acht langen, um den Mund herum angeordneten Armen mit Saugnäpfen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Krake m. Der Name des riesenhaft vorgestellten Meeresfabeltieres, für das wohl im wesentlichen Polypen Pate gestanden haben, lautet in der nordischen Volksüberlieferung norw. dän. krake und begegnet als Entlehnung seit dem 18. Jh. im Dt. Von Oken wird der Ausdruck auf die existierenden Kopffüßer übertragen (1815); er gilt heute vornehmlich für die Arten der achtfüßigen Tintenfische (Oktopoden). Der Name des Fabeltieres hat sich entwickelt aus norw. krake ‘verkrüppelter Baum, verkrüppeltes Tier’, schwed. (mundartlich) krake ‘Holzstamm mit halb abgehauenen Zweigen, schwacher, elender Mensch’, anord. kraki ‘Stange mit einem Haken, schwache, schmächtige Person’ und ist verwandt mit ↗Krücke (s. d.).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Krake · ↗Neunauge · Octopus · Oktopus · ↗Tintenfisch
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arm Brotfrucht Fangarme Fisch Griff Hai Kalmar Kriminalität Tentakel Tintenfisch ausbreiten ausstrecken bürokratisch gigantisch riesig schwarz umschlingen vielarmig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Krake‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Während die Welt noch über die „sprechenden Affen“ staunte, kamen die italienischen Kraken dazwischen.
Die Zeit, 13.11.2003, Nr. 47
Dabei überläßt man gerne das Fangen von Kraken den Frauen.
Süddeutsche Zeitung, 17.03.1998
Wie von Kraken gepackt wurde ich hin und her gezerrt.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 152
Auch fing man um diese Zeit in einem Spreekanal zu Berlin einen chinesischen Kraken.
Ball, Hugo: Tenderenda der Phantast. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1914], S. 5140
Ich fragte Schellfische, Flundern und Heringsschwärme, tauchte hinab zu den Seesternen, beriet mich mit Kraken.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 125
Zitationshilfe
„Krake“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Krake>, abgerufen am 15.12.2019.

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