Kran, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kran(e)s · Nominativ Plural: Krane/Kräne
Aussprache
Wortbildung mit ›Kran‹ als Erstglied: ↗Kranfahrer · ↗Kranführer  ·  mit ›Kran‹ als Letztglied: ↗Auslegerkran · ↗Autokran · ↗Baukran · ↗Bockkran · ↗Bootskran · ↗Brückenkran · ↗Drehkran · ↗Gaskran · ↗Hafenkran · ↗Hebekran · ↗Kabelkran · ↗Kippkran · ↗Lastkran · ↗Laufkran · ↗Mastenkran · ↗Portalkran · ↗Schwerlastkran · ↗Schwimmkran · ↗Turmkran · ↗Wasserkran · ↗Wippkran
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Vorrichtung zum Heben, Senken oder Versetzen von schweren Lasten
Beispiele:
ein mächtiger, hoher, schwerer, fahrbarer Kran
ein Kran von hoher Tragkraft
den Kran einsetzen, bedienen, führen
Technikder Ausleger eines Krans
2.
landschaftlich Wasserhahn, Gashahn
Beispiel:
Da drehte der Arzt seinen Kran ab [SeghersSiebtes Kreuz4,93]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kran m. Hebevorrichtung für schwere Lasten (15. Jh.), landschaftlich auch ‘Wasser-, Gas-, Zapfhahn’. Der alte Name des Kranichs spätmhd. (md.) krane, mnd. krān(e), mnl. crāne, nl. kraan, aengl. cran, engl. crane (s. ↗Kranich) wird (wohl im Bereich der Hanse) auf das Hebezeug wegen der Ähnlichkeit mit Kopf und Hals des Vogels übertragen; im Ostnd., Rhein. und in der Altmark gilt Kran auch für ‘Zapfhahn’. Einen ähnlichen Bedeutungsübergang zeigen griech. géranos (γέραγέρανος) ‘Kranich’ und ‘Hebemaschine’, lat. grūs ‘Kranich’ und ‘Mauerbrecher’ und russ. žurávl’ (журавль) ‘Kranich’ und ‘Brunnenschwengel’.

Thesaurus

Technik
Synonymgruppe
Kran [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausleger Bagger Baugerüst Baugrube Baustelle Betonmischer Bulldozer Container Dock Gabelstapler Gerüst Haken Hebebühne Lastwagen Planierraupe Tieflader anrücken aufrichten fahrbar fliegend heben herablassen hieven ragen riesig umgestürzt umkippen umstürzen umstürzend überragen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kran‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und in der engen Straße kann einfach kein Kran arbeiten.
Bild, 23.04.2001
Schließlich seien alle Kräne der Welt doch in diesem Teil Chinas versammelt.
Der Tagesspiegel, 26.03.1999
Seine Prüfung am Kran, haben sie gesagt, kann er auch dort machen.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 787
Einige schienen ihr resolut genug, einen Kran führen zu können.
Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 304
Erklärungen gehen im Schrillen des Eisens, im knarrenden Schwenken der Kräne unter.
Fries, Fritz Rudolf: Der Weg nach Oobliadooh, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1966, S. 280
Zitationshilfe
„Kran“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kran>, abgerufen am 15.12.2019.

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