Krapfen, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Krapfens · Nominativ Plural: Krapfen
Aussprache
WorttrennungKrap-fen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Krapfen‹ als Letztglied: Osterkrapfen · Silvesterkrapfen
Duden, GWDS, 1999 und DWDS, 2016

Bedeutungen

1.
Kochkunst kleines Stück Fleisch, Gemüse o. Ä. in Teig getaucht und in Fett schwimmend gebacken
Beispiele:
In den Garküchen entlang der Hauptstraße [der indischen Stadt] stehen Pfannen über dem offenen Feuer, im Öl schwimmen Samosas und Pakoras, mit Gemüse gefüllte Pasteten und Krapfen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2006]
In der [Südtiroler] Küche steht Mutter Luisa, die sich […] nicht abhalten lässt, die Teige für Krapfen, Pasta, Tirtln selbst anzusetzen […]. [Der Standard, 16.08.2013]
Später wird sie die Krapfen mit einem Dutzend Gemüsesorten aus ihrem Garten am Buffet anrichten. [Der Standard, 06.09.2011]
Wenn ich gehe, bin ich glücklich und zufrieden. Und wenn es mir gelungen ist, nicht mehr als einen Krapfen aus schwarzer Bohnenpaste zu essen, bin ich mehr als das. [Die Zeit, 18.11.1999, Nr. 47]
[…] […] die »Türtin«, eine Art Krapfen mit salziger Füllung, in heißem Schmalz gebacken, sind nichts für zarte Mägen. [Die Zeit, 12.09.1969, Nr. 37]
Ein ganzer und ein halbierter Krapfen.
(Rainer Zenz, CC BY-SA 3.0 DE)
2.
landschaftlich kleines, rundes, meist mit Marmelade gefülltes, in schwimmendem Fett gebackenes Gebäckstück aus Hefeteig
Beispiele:
Es ist dringend an der Zeit, aus den Donuts wieder Krapfen zu machen. So richtig fette Omakrapfen mit sauguter Marillenmarmelade im Zentrum. [Der Standard, 30.01.2016]
Er habe sogar dessen Ansinnen abwehren müssen, ausgerechnet zur Faschingszeit die österreichischen Krapfen aus dem Angebot zu nehmen. [Süddeutsche Zeitung, 25.03.1995]
Krapfen, Käpfli, ein den Pfannkuchen ähnliches Gebäck in Süddeutschland und Österreich. [o. A.: K. In: Brockhaus Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 35856]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: gefüllte, süße Krapfen
als Akkusativobjekt: Krapfen backen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Krapfen m. ‘in Fett gebackenes Gebäckstück, Pfannkuchen’ (vorwiegend obd.), ahd. krapho ‘Haken, Kralle, ähnlich geformtes Gebäck’ (9. Jh.), mhd. krapfe. Das Substantiv ist auf eine Labialerweiterung ie. *greb- der Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’ (wozu auch ↗Kringel, ↗Krampe, ↗Krampf, ↗Krume, ↗Krüppel, s. d.) zurückzuführen. Landschaftliche Deminutivformen sind südd. Kräpfchen, Kräpfel, md. Kräppel(chen).
OpenThesaurus (09/2016)

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Berliner · Berliner Ballen · Berliner Pfannkuchen · Faschingskrapfen · Hefegebäck  fachspr. · Kräppel (hess.)  ugs. · Pfannkuchen
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Donut · Doughnut
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Glühwein Kaffee Knödel Marmelade Pfannkuchen Sekt Sims backen essen frische gefüllte süße

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Krapfen‹.