Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Krebs, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Krebses · Nominativ Plural: Krebse
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Krebs‹ als Erstglied: Krebsart1 · Krebsauge · Krebsfang · Krebsgang · Krebsschale · Krebsschere · Krebsschwanz · Krebsstein · Krebssuppe · Krebstier · krebsrot
 ·  mit ›Krebs‹ als Letztglied: Edelkrebs · Einsiedlerkrebs · Flohkrebs · Flusskrebs · Meereskrebs · Muschelkrebs · Panzerkrebs · Ruderfußkrebs · Salinenkrebs · Scherenkrebs · Seekrebs · Taschenkrebs
 ·  mit ›Krebs‹ als Grundform: krebsen
eWDG

Bedeutung

meist in Gewässern lebender, kiemenatmender Gliederfüßler, an dessen meist von einem Panzer bedecktem Leib sich zwei Paar Fühler und mehr als vier Paar Beine einschließlich der scherentragenden Schreitbeine befinden
Beispiele:
höhere, niedere Krebse
Krebse fangen
er war rot wie ein Krebs, ging rückwärts wie ein Krebs
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Krebs · krebsen · Krebsschaden · krebsrot
Krebs m. Der nur im Dt. und Nl. bezeugte Name für vorzugsweise im Wasser lebende Gliederfüßler ahd. krebaʒʒo (8. Jh.), krebiʒʒo, krebiʒ (9. Jh.), mhd. krebeʒ(e), krebʒ(e), asächs. kreƀit, mnd. krēvet, krēft, mnl. crēvet, creeft, crēft, nl. kreeft ist wie Krabbe (s. d.) als ‘kriechendes, krabbelndes Tier’ aufzufassen und führt mit verwandtem krabbeln (s. d.) auf den unter kerben (s. d.) dargestellten Ansatz ie. *gerbh-, *grebh- ‘ritzen, kratzen, krabbeln’. Bereits spätmhd. wird Krebs, als Übersetzungswort dem Gebrauch von lat. cancer, griech. karkínos (καρκίνος) folgend, auch Bezeichnung für das am nördlichen Himmel befindliche Sternbild des Tierkreises sowie für die bösartige, das organische Gewebe zerstörende Geschwulst (s. Karzinom). – krebsen Vb. ‘Krebse fangen’, spätmhd. krebeʒen; übertragen frühnhd. ‘nach etw. tasten, wühlen’, nhd. ‘scheinbar sinnlos tappen, krabbeln’, auch ‘schwer arbeiten, sich abmühen’, wofür auch herumkrebsen. Krebsschaden m. ‘eingewurzeltes Übel’ (2. Hälfte 17. Jh.). krebsrot Adj. ‘rot wie ein frisch gekochter Krebs’, Verstärkung von rot (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Krebs‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Krebs‹.

Verwendungsbeispiele für ›Krebs‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er ist schon sehr bald an Krebs gestorben, ein Mann von sechsundzwanzig Jahren. [Nadolny, Sten: Selim oder Die Gabe der Rede, München: Piper 1997 [1990], S. 355]
Vor vielen Jahren hatte er hier einmal – mit Asta gemeinsam – einen Krebs entdeckt. [Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre, Gütersloh: Bertelsmann 1996 [1951], S. 151]
Zermürbend sei das gewesen, aber der Krebs lasse sich sehr wohl bezwingen. [Die Zeit, 22.04.1999, Nr. 17]
Gerade bei Krebs könne eine solche Haltung tödlich enden oder zumindest unnötiges Leid bedeuten. [Die Zeit, 07.01.1999, Nr. 2]
Nun sind wir krank auf den Tod, vom Krebs unserer Taten zerfressen. [Dürrenmatt, Friedrich: Der Verdacht, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1965 [1953], S. 105]
Zitationshilfe
„Krebs“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Krebs#1>.

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Krebs, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Krebses · Nominativ Plural: Krebse · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
eWDG

Bedeutung

bösartige Geschwulstbildung des menschlichen und tierischen Gewebes, Karzinom
Beispiele:
Krebs behandeln, haben
an Krebs sterben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Krebs · krebsen · Krebsschaden · krebsrot
Krebs m. Der nur im Dt. und Nl. bezeugte Name für vorzugsweise im Wasser lebende Gliederfüßler ahd. krebaʒʒo (8. Jh.), krebiʒʒo, krebiʒ (9. Jh.), mhd. krebeʒ(e), krebʒ(e), asächs. kreƀit, mnd. krēvet, krēft, mnl. crēvet, creeft, crēft, nl. kreeft ist wie Krabbe (s. d.) als ‘kriechendes, krabbelndes Tier’ aufzufassen und führt mit verwandtem krabbeln (s. d.) auf den unter kerben (s. d.) dargestellten Ansatz ie. *gerbh-, *grebh- ‘ritzen, kratzen, krabbeln’. Bereits spätmhd. wird Krebs, als Übersetzungswort dem Gebrauch von lat. cancer, griech. karkínos (καρκίνος) folgend, auch Bezeichnung für das am nördlichen Himmel befindliche Sternbild des Tierkreises sowie für die bösartige, das organische Gewebe zerstörende Geschwulst (s. Karzinom). – krebsen Vb. ‘Krebse fangen’, spätmhd. krebeʒen; übertragen frühnhd. ‘nach etw. tasten, wühlen’, nhd. ‘scheinbar sinnlos tappen, krabbeln’, auch ‘schwer arbeiten, sich abmühen’, wofür auch herumkrebsen. Krebsschaden m. ‘eingewurzeltes Übel’ (2. Hälfte 17. Jh.). krebsrot Adj. ‘rot wie ein frisch gekochter Krebs’, Verstärkung von rot (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Krebs‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Krebs‹.

Verwendungsbeispiele für ›Krebs‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er ist schon sehr bald an Krebs gestorben, ein Mann von sechsundzwanzig Jahren. [Nadolny, Sten: Selim oder Die Gabe der Rede, München: Piper 1997 [1990], S. 355]
Vor vielen Jahren hatte er hier einmal – mit Asta gemeinsam – einen Krebs entdeckt. [Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre, Gütersloh: Bertelsmann 1996 [1951], S. 151]
Zermürbend sei das gewesen, aber der Krebs lasse sich sehr wohl bezwingen. [Die Zeit, 22.04.1999, Nr. 17]
Gerade bei Krebs könne eine solche Haltung tödlich enden oder zumindest unnötiges Leid bedeuten. [Die Zeit, 07.01.1999, Nr. 2]
Nun sind wir krank auf den Tod, vom Krebs unserer Taten zerfressen. [Dürrenmatt, Friedrich: Der Verdacht, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1965 [1953], S. 105]
Zitationshilfe
„Krebs“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Krebs#2>.

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