Kreide, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kreide · Nominativ Plural: Kreiden
Aussprache
WorttrennungKrei-de (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Kreide‹ als Erstglied: ↗Kreideberg · ↗Kreidefelsen · ↗Kreideküste · ↗Kreidepapier · ↗Kreideskizze · ↗Kreidestift · ↗Kreidestrich · ↗Kreidetafel · ↗Kreidezeichnung · ↗kreidebleich · ↗kreidehaltig · ↗kreideweiß
 ·  mit ›Kreide‹ als Letztglied: ↗Schlämmkreide · ↗Schneiderkreide · ↗Schreibkreide
 ·  mit ›Kreide‹ als Grundform: ↗kreiden
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
nur im Singular
aus den Schalen fossiler Tiere entstandener, erdiger, weiß färbender Kalkstein
Beispiele:
Kreide abbauen, exportieren, verarbeiten
Felsen aus Kreide
er ist bleich, weiß wie Kreide vor Schreck
2.
Schreibstift aus 1
Beispiele:
bunte, farbige, rote, weiße Kreide
ein Stück Kreide
mit Kreide an der Tafel schreiben
umgangssprachlich, übertragen bei jmdm. in der Kreide stehenbei jmdm. Schulden haben
Beispiel:
Er ... steht noch bei seinem letzten Verleger Souverain tief in der Kreide [St. ZweigBalzac493]
3.
nur im Singular
Geologie jüngste Formation des Mesozoikums
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kreide · ankreiden · kreidig · kreidebleich
Kreide f. Die Bezeichnung für den feinkörnigen, weißfärbenden Kalkstein ahd. (11. Jh.), asächs. krīda, mhd. krīde ist über vlat. *crēda aus lat. crēta ‘Kreide und andere weiße Lehmarten’ entlehnt, das vielleicht aus lat. (terra) crēta ‘gesiebte Erde’, zu lat. cernere (crētum) ‘sichten, scheiden, sondern’, entstanden ist. ankreiden Vb. ‘die Zeche (mit Kreide auf eine Tafel) aufschreiben’ (15. Jh.), übertragen ‘übelnehmen, nachtragen’; vgl. auch bei jmdm. in der Kreide sein, stehen ‘Schulden haben’ (18. Jh.). kreidig Adj. ‘kreideartig, voller Kreide’ (17. Jh.). kreidebleich Adj. ‘weiß, farblos (im Gesicht)’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aquarell Bleistift Buntstift Farbstift Gips Gouache Graphit Jura Kohle Leim Leinöl Mergel Pastell Pinsel Quietschen Rötel Schiefertafel Schultafel Schwamm Tafel Tertiär Tinte Tusch Tusche Wandtafel Wasserfarbe aufmalen farbig kritzeln Ölfarbe

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kreide‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So viel Kreide gibt es an deutschen Schulen gar nicht, wie die gefressen haben.
Der Tagesspiegel, 27.08.2002
Der zahlte so viel wie möglich, doch mit 91000 Euro blieb er in der Kreide.
Süddeutsche Zeitung, 28.06.2002
L. fing an mit Kreide auf die Wand zu schreiben.
Seghers, Anna: Die Wellblech-Hütte. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 142
Sie haben kein Heft und kein Buch, nur ein Stück Kreide.
Müller, Herta: Herztier, Reinbek: Rowohlt 1994, S. 95
Anschließend hatte er einen weißen Kreis mit Kreide um das Haus gezogen.
Stadler, Arnold: Sehnsucht, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 118
Zitationshilfe
„Kreide“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kreide>, abgerufen am 17.12.2018.

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