Kriminalität, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kriminalität · Nominativ Plural: Kriminalitäten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungKri-mi-na-li-tät
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutung

Straffälligkeit, Zahl und Umfang von Straftaten
Beispiele:
das Absinken, Steigen, Zurückdrängen der Kriminalität
einen Kampf gegen die Kriminalität führen
die Wurzeln der Kriminalität in der Jugend
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kriminell · kriminalisch · kriminal · Kriminalist · Kriminalität
kriminell Adj. ‘verbrecherisch, straffällig, strafbar’, Entlehnung (Ende 18. Jh.) von gleichbed. frz. criminel, das auf lat. crīminālis ‘ein Verbrechen betreffend, verbrecherisch’ beruht; zu lat. crīmen (Genitiv crīminis) ‘Beschuldigung, Anklage, Verbrechen’; älter dafür (dem lat. Adj. folgend) kriminalisch (2. Hälfte 16. Jh.) und kriminal (Ende 17. Jh.), letzteres in vielen Zusammensetzungen, vgl. Kriminalklage, -sache (2. Hälfte 16. Jh.), Kriminalprozeß (1. Hälfte 17. Jh.), Kriminalgeschichte (18. Jh.), Kriminalpolizei, -polizist (19. Jh.), Kriminalroman, -film (20. Jh.). An mlat. criminalitas (Genitiv criminalitatis) ‘Schwerverbrechen’ schließen sich an Kriminalist m. ‘Strafrechtsforscher, -lehrer’ (17. Jh., frz. criminaliste), vgl. ‘der über Criminalia oder peinliche Sachen geschrieben hat’ (1703); heute auch ‘Detektiv’; Kriminalität f. ‘Straffälligkeit’ (19. Jh., frz. criminalité).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kriminalität · ↗Verbrechen
Unterbegriffe
  • organisierte Kriminalität · organisiertes Verbrechen
Assoziationen
Synonymgruppe
(Begehung von) Straftaten · ↗Delinquenz · Kriminalität · ↗Straffälligkeit · kriminelles Handeln · kriminelles Verhalten
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alkoholismus Anstieg Arbeitslosigkeit Armut Bekämpfung Brennpunkt Droge Drogenhandel Drogenkonsum Einwanderung Erscheinungsform Geldwäsche Gewalt Kampf Korruption Prostitution Terrorismus Vandalismus Verwahrlosung Zunahme ausufernd bekämpfen eindämmen gewöhnlich grenzüberschreitend motiviert organisiert steigend wachsend zunehmend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kriminalität‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Bekämpfung der organisierten Kriminalität widmen die zuständigen Minister höchste Priorität.
Die Welt, 27.06.2003
Wenn man die Statistik anschaut, nimmt die Kriminalität seit drei Jahren ab.
Der Tagesspiegel, 15.08.2000
Auch auf die Kriminalität kann es sich günstig auswirken, wenn die Spiellust unter staatliche Kontrolle gebracht wird.
Løgstrup, K. E.: Spielleidenschaft. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 27318
Die bloße Anzahl der Opfer ist keineswegs der richtige Maßstab für die Kriminalität einer Tat.
o. A.: Einhundertsiebenundachtzigster Tag. Freitag, 26. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 18538
Strafrechtlich einschlägig, aber oft unzureichend für diese Form der Kriminalität ist Paragraph 181 Nummer 2 Strafgesetzbuch.
o. A. [pra]: Menschenhandel. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1988]
Zitationshilfe
„Kriminalität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kriminalität>, abgerufen am 12.11.2019.

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