Kriminelle, die oder der
GrammatikSubstantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Kriminellen · Nominativ Plural: Kriminelle(n)
Mit Pluralendung -n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Kriminellen, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einige Kriminelle.
WorttrennungKri-mi-nel-le (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Kriminelle‹ als Letztglied: ↗Kleinkriminelle
eWDG, 1969

Bedeutung

jmd., der straffällig geworden ist, Verbrecher
Beispiele:
Die Kriminellen jubelten, sie wurden tatsächlich entlassen [BredelSöhne423]
Ein paar Mädchen, Kriminelle, heulten laut [RinserMitte130]
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Kriminelle haben in vielen Städten inzwischen kaum noch Chancen, unerkannt davonzukommen.
Die Welt, 30.06.2000
Das wird unumgänglich sein, denn die Kriminellen haben diese Probleme nicht.
Der Tagesspiegel, 20.03.2000
Einen weiteren breiten Raum der sicherheitspolizeilichen Tätigkeit nahm die Bekämpfung der Kommunisten und Kriminellen ein.
o. A.: Vierundzwanzigster Tag. Donnerstag, den 20. Dezember 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 3854
Er kam aus Stadelheim, als »Politischer« vor den »Kriminellen« entlassen.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1945. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1945], S. 163
Daß die Kommunisten irgendetwas wagen könnten, glaube ich nicht, denn ihre führenden Organe sitzen, ebenso wie die meisten Kriminellen, bei uns in den Konzentrationslagern.
o. A.: Dreiundzwanzigster Tag. Mittwoch, 19. Dezember 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 3792
Zitationshilfe
„Kriminelle“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kriminelle>, abgerufen am 23.02.2018.

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