Krimskrams, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Krimskrams · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungKrims-krams
eWDG, 1969

Bedeutung

umgangssprachlich Kram, Plunder, wertloses Zeug
Beispiele:
bunter Krimskrams
Dann ... hat [die Frau] allerlei Krimskrams gekauft, Möbel, Betten, Kleider, Küchengeschirr und sogar eine Schwarzwälderuhr [Wasserm.Wahnschaffe1,169]
während ich meinen Sack voll alltäglichen Krimskrams auspacke [G. HartlaubGroßer Wagen255]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Krimskrams m. ‘Kram, Plunder, wertlose Kleinigkeiten’, wie Mischmasch (s. ↗mischen) und Wirrwarr (s. ↗wirr) eine ablautende Reduplikationsbildung (Ende 18. Jh.) wohl in Anlehnung an krimmeln ‘kribbeln’ (vgl. es krimmelt und wimmelt) und ↗Kram ‘Plunder, unnützes Zeug’ (s. d.), älteres Kribskrabs (16. Jh., zu ↗kribbeln und ↗krabbeln, s. d.) verdrängend.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gerümpel · ↗Klüngel · ↗Kram  ●  ↗(wertloses) Zeug  Hauptform · ↗Klumpert  österr. · Driss  ugs., kölsch · ↗Firlefanz  ugs. · ↗Gedöns  ugs., norddeutsch · ↗Gelumpe  ugs. · ↗Geraffel  ugs. · Gesumsel  ugs. · Glump  ugs., mitteldeutsch, süddt., bair. · ↗Glumpert  ugs., bair., österr. · Graffel  ugs., österr., bair. · Grusch  ugs. · ↗Kladderadatsch  ugs. · ↗Klimbim  ugs. · Kramuri  ugs., österr. · ↗Krempel  ugs., Hauptform · Krimskrams  ugs. · Krusch(t)  ugs. · ↗Müll  derb · ↗Nippes  ugs. · ↗Plunder  ugs. · Plörren  ugs., ruhrdt. · ↗Ramsch  ugs. · ↗Schnickschnack  ugs. · ↗Schrott  derb, abwertend · ↗Tand  geh., veraltet · ↗Tinnef  ugs. · ↗Trödel  ugs. · ↗Zeugs  ugs., abwertend · ↗Zinnober  ugs.
Oberbegriffe
  • nicht lebendes Objekt · unbelebtes Objekt
Assoziationen
Synonymgruppe
Kleinmaterial · Kleinteile · Krimskrams · kleine Teile  ●  ↗Kleinkram  Hauptform · Kruscht  süddt. · Kleinscheiß  derb, abwertend
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ablage Antiquität Flohmarkt Kitsch Kleidung Möbel Spielzeug bunt elektronisch sonstig voll vollstopfen üblich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Krimskrams‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

An der Wand hängen zu viele Bilder, es liegt zu viel Krimskrams herum.
Der Tagesspiegel, 14.02.2001
Ihr wäre er freilich auch ohne den äußeren Krimskrams lieb gewesen!
Duncker, Dora: Jugend. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1905], S. 9544
Aber ärgerlicherweise ist sie auch gespickt mit dem banalsten Krimskrams, der das Buch aufbläht und gelegentlich verwässert.
Die Zeit, 12.10.1990, Nr. 42
Es sammelt und hortet allen möglichen Krimskrams, nur viel muß es sein.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 397
Diesen langweiligen technischen Krimskrams kannst du dir auch morgen zu Gemüte führen!
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 232
Zitationshilfe
„Krimskrams“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Krimskrams>, abgerufen am 09.12.2019.

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