Krokodil, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Krokodils · Nominativ Plural: Krokodile
Aussprache 
Worttrennung Kro-ko-dil
Wortbildung  mit ›Krokodil‹ als Erstglied: ↗Krokodilklemme · ↗Krokodilleder · ↗Krokodilsklemme · ↗Krokodilsträne · ↗Krokodilwächter
 ·  mit ›Krokodil‹ als Letztglied: ↗Nilkrokodil · ↗Panzerkrokodil · ↗Schnabelkrokodil · ↗Spitzkrokodil · ↗Stumpfkrokodil · ↗Sumpfkrokodil
Herkunft zu krokódīlosgriech (κροκόδιλος) ‘Eidechse’
eWDG

Bedeutung

großes, stark gepanzertes räuberisches Kriechtier mit zahlreichen Zähnen in gestreckter, schmaler Schnauze und mit einem aus spitzen Zacken bestehenden Kamm auf dem langen Schwanz, das in tropischen und subtropischen Gewässern lebt
Beispiel:
in vielen Strömen Afrikas leben Krokodile
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Krokodil · Krokodilstränen
Krokodil n. Der Name der Panzerechsen ist eine Entlehnung von gleichbed. lat. crocodīlus. Dieses stammt seinerseits aus griech. krokódīlos (κροκόδιλος) ‘Eidechse’, wird dann auf das Krokodil des Nils und den Alligator Indiens übertragen; wohl eine volkstümliche Bildung aus griech. krókē (κρόκη) ‘Kies’ und drī́los (δρῖλος) ‘Wurm’ mit Dissimilation des zweiten r. Daneben stehen (mit Metathese) lat. corcodīlus und vlat. c(r)ocodril(l)us, das zu mhd. kokodrille, kokadrille führt. Im 16. Jh. setzt sich im Dt. unter Anlehnung an die bei klassischen Autoren übliche griech.-lat. Form Krokodil durch. Krokodilstränen Plur. ‘falsche Tränen, geheuchelte Mitleidsbekundung’. Die Fabel, daß das Krokodil die von ihm gefressenen Menschen beweine, läßt sich bis etwa 400 zurückverfolgen. Aus der späteren Umdeutung, das Krokodil weine, um seine Opfer anzulocken, stammt im Humanistenlatein Crocodili lachryme (1500 Erasmus, als Sprichwort bezeichnet), danach im Dt. Crocodilen Trähern (16. Jh.).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Krokodil  ●  ↗Panzerechse  ugs.
Oberbegriffe
  • Amniontier · Nabeltier  ●  Amniot  fachspr., griechisch
Unterbegriffe
  • Kubakrokodil · Rautenkrokodil
  • Leistenkrokodil · Saltie · Salzwasserkrokodil

Typische Verbindungen zu ›Krokodil‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Krokodil‹.

Verwendungsbeispiele für ›Krokodil‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er ist seit fünf Tagen im brasilianischen Tal der Krokodile verschollen!
Bild, 13.05.2002
Ich spürte noch die Zähne des Krokodils an meinen Beinen.
Süddeutsche Zeitung, 06.10.2000
Die Krokodile wandern offensichtlich nicht gern zu Land durch tiefen Wald.
Grzimek, Bernhard: Kein Platz für wilde Tiere, Köln: Lingen [1973] [1954], S. 293
Dennoch stieß ich meinen Kopf an einem über dem Eingang gespannten Krokodil.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 614
Immerhin lassen sie sich hier in manchem wenigstens noch unsern Krokodilen entfernt vergleichen.
Bölsche, Wilhelm: Das Leben der Urwelt, Leipzig: Dollheimer 1931 [1931], S. 196
Zitationshilfe
„Krokodil“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Krokodil>, abgerufen am 20.01.2021.

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