Krokodilsträne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungKro-ko-dils-trä-ne (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutung

umgangssprachlich geheuchelte Träne
Beispiele:
Krokodilstränen vergießen
flennt nicht – quetsch keine Krokodilstränen [G. Hauptm.SonnenuntergangIV]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Schicksal Strom Strompreis Träne Vergießen dick fließen heiß kullern nachweinen vergießen weinen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Krokodilsträne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Krokodilstränen, die von der Wirtschaft vergossen werden, können nicht darüber hinwegtäuschen, daß hier ganz andere Interessen vertreten werden.
Die Welt, 01.08.2005
Wenn ich sie so betrachte, meine 200, dann sehe ich dicke Krokodilstränen aus ihren Augen laufen.
Süddeutsche Zeitung, 02.05.2002
So können die Krokodilstränen über ein unschuldig gemeucheltes Volk weiterhin geheult werden.
o. A.: IM 9. JAHR EIN WELTFRIEDENSANGEBOT DER SOWJETUNION. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1988]
Auffallend ist jedoch, daß trotz der Entwicklungen keine dicken kulturpessimistischen Krokodilstränen vergossen werden.
Der Tagesspiegel, 12.10.1998
Er steht am Gitter, guckt zur Tür und weint unwiderstehliche Krokodilstränen.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 119
Zitationshilfe
„Krokodilsträne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Krokodilsträne>, abgerufen am 22.04.2019.

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