Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kuchen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kuchens · Nominativ Plural: Kuchen
Aussprache 
Worttrennung Ku-chen
Wortbildung  mit ›Kuchen‹ als Erstglied: Kuchenberg · Kuchenblech · Kuchenboden · Kuchenbrett · Kuchenbrocken · Kuchenbrot · Kuchenbuffet · Kuchenbäcker · Kuchenbüfett · Kuchenbüffet · Kuchenform · Kuchengabel · Kuchenkrume · Kuchenkrümel · Kuchenmesser · Kuchenpflaume · Kuchenplatte · Kuchenrezept · Kuchenschale · Kuchensemmel · Kuchenstück · Kuchenteig · Kuchenteller · Kuchenzahn · Küchel · Kücherl · Küchle · Küchlein2
 ·  mit ›Kuchen‹ als Letztglied: Apfelkuchen · Aschkuchen · Backpulverkuchen · Baumkuchen · Blechkuchen · Blutkuchen · Butterkuchen · Dreikönigskuchen · Eierkuchen · Erdnusskuchen · Filterkuchen · Flammenkuchen · Flammkuchen · Geburtstagskuchen · Gewürzkuchen · Hanfkuchen · Hefekuchen · Hochzeitskuchen · Honigkuchen · Hundekuchen · Kaffeekuchen · Kastenkuchen · Kirmeskuchen · Kirschkuchen · Klietschkuchen · Kranzkuchen · Krümelkuchen · Käsekuchen · Königskuchen · Lebkuchen · Leinkuchen · Mandelkuchen · Marmorkuchen · Mohnkuchen · Mutterkuchen · Napfkuchen · Nusskuchen · Obstkuchen · Pfannekuchen · Pfannenkuchen · Pfannkuchen · Pfefferkuchen · Pflaumenkuchen · Presskuchen · Pulverkuchen · Quarkkuchen · Rapskuchen · Ratonkuchen · Reibekuchen · Reibkuchen · Reiskuchen · Rhabarberkuchen · Rosinenkuchen · Rührkuchen · Sandkuchen · Sesamkuchen · Speckkuchen · Spritzkuchen · Spuckkuchen · Stachelbeerkuchen · Streuselkuchen · Topfenkuchen · Topfkuchen · Zuckerkuchen · Zupfkuchen · Zwetschenkuchen · Zwetschgenkuchen · Zwetschkenkuchen · Zwiebelkuchen · Ölkuchen
Mehrwortausdrücke  ein Stück vom Kuchen
eWDG

Bedeutungen

1.
größeres Gebäck, das aus Mehl, Fett, Eiern, Zucker und verschiedenen anderen Zutaten in mannigfaltiger Weise bereitet wird
Beispiele:
ein runder, flacher, süßer, frischer Kuchen
nasser, trockener Kuchen
der Kuchen geht, ist zusammengefallen, angebrannt
einen Kuchen (auf einem Blech, in einer Form) backen
Backe, backe Kuchen, der Bäcker hat gerufen [Kinderlied]
den Kuchen anschneiden, mit Zucker bestreuen
ein Stück Kuchen abschneiden, essen
zur Geburtstagsfeier gab es Kaffee und Kuchen
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlicher hat alle Rosinen aus dem Kuchen gepickt, geklaubt (= er hat das Beste für sich genommen)
spöttisch, übertragen ja, Kuchen!damit ist es nichts!
Beispiel:
»Ja, Kuchen«, erwiderte sie. »Da bist du glatt auf dem Holzweg …« [ Wasserm.Wahnschaffe2,120]
2.
Rückstand beim Pressen von Ölfrüchten, Trauben
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kuchen m. ‘Feingebäck’, ahd. kuohho (9. Jh., phan(n)kuohho, 8. Jh.), mhd. kuoche, mnd. kōke, mnl. coeke, couke, nl. koek, asächs. (deminutiv) kōkilīn, ablautend anord. kaka in kǫkukorn ‘kleiner Kuchen’, schwed. kaka ‘Kuchen, Brotlaib’ sowie koka ‘Erdscholle’ führen auf germ. *kōka-, *kaka-. Sichere außergerm. Anknüpfungsmöglichkeiten finden sich nicht. Eine reduplizierende Bildung der Kindersprache? Ein Substratwort? Das auslautende -n stammt aus den flektierten Kasus, bis ins 16. Jh. begegnet noch der Nominativ Kuche. Der Ausdruck steht zunächst für eine Art ‘Brotkuchen’ und nimmt etwa im 15. Jh. die heutige Bedeutung an. Terminologisch bezeichnet Kuchen eine ‘breiartige Masse’ im Hüttenwesen, bei der Kelterei und der Ölherstellung (Mitte 18. Jh.).

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Kuchen · Torte
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Kuchen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kuchen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kuchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich drehe den Kuchen um und er gleitet aus der Form. [Bach, Tamara: Marsmädchen, Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger 2003, S. 138]
Dann wird er sich schon sein Teil herausschneiden aus dem Kuchen. [Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 312]
Wie groß ist der Kuchen, und wie groß sind die einzelnen Stücke? [Die Zeit, 24.02.2000, Nr. 9]
Es ist auch kein Kuchen, der in Stücke geteilt werden kann. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1998]]
Gesellige Nachmittage, vor allem der Frauen, spielten sich bei Tee ab, zu dem Kuchen gereicht wurde. [Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 163]
Zitationshilfe
„Kuchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kuchen>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Kubus
Kubist
Kubismus
Kubikzentimeter
Kubikzahl
Kuchenberg
Kuchenbesteck
Kuchenblech
Kuchenboden
Kuchenbrett