Kuchen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kuchens · Nominativ Plural: Kuchen
Aussprache
WorttrennungKu-chen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Kuchen‹ als Erstglied: ↗Kuchenberg · ↗Kuchenblech · ↗Kuchenbrett · ↗Kuchenbuffet · ↗Kuchenbäcker · ↗Kuchenbüfett · ↗Kuchenbüffet · ↗Kuchenform · ↗Kuchengabel · ↗Kuchenkrümel · ↗Kuchenmesser · ↗Kuchenschale · ↗Kuchenstück · ↗Kuchenteig · ↗Kuchenteller · ↗Küchle · ↗Küchlein2
 ·  mit ›Kuchen‹ als Letztglied: ↗Apfelkuchen · ↗Aschkuchen · ↗Backpulverkuchen · ↗Baumkuchen · ↗Blechkuchen · ↗Blutkuchen · ↗Butterkuchen · ↗Eierkuchen · ↗Erdnusskuchen · ↗Filterkuchen · ↗Flammenkuchen · ↗Flammkuchen · ↗Geburtstagskuchen · ↗Gewürzkuchen · ↗Hanfkuchen · ↗Hefekuchen · ↗Hochzeitskuchen · ↗Honigkuchen · ↗Hundekuchen · ↗Kaffeekuchen · ↗Kirmeskuchen · ↗Kirschkuchen · ↗Klietschkuchen · ↗Kranzkuchen · ↗Krümelkuchen · ↗Käsekuchen · ↗Königskuchen · ↗Lebkuchen · ↗Leinkuchen · ↗Mandelkuchen · ↗Marmorkuchen · ↗Mohnkuchen · ↗Mutterkuchen · ↗Napfkuchen · ↗Nusskuchen · ↗Obstkuchen · ↗Pfannekuchen · ↗Pfannkuchen · ↗Pfefferkuchen · ↗Pflaumenkuchen · ↗Presskuchen · ↗Pulverkuchen · ↗Quarkkuchen · ↗Rapskuchen · ↗Ratonkuchen · ↗Reibekuchen · ↗Reibkuchen · ↗Rhabarberkuchen · ↗Rosinenkuchen · ↗Rührkuchen · ↗Sandkuchen · ↗Sesamkuchen · ↗Speckkuchen · ↗Spritzkuchen · ↗Spuckkuchen · ↗Stachelbeerkuchen · ↗Streuselkuchen · ↗Topfkuchen · ↗Zuckerkuchen · ↗Zwetschenkuchen · ↗Zwetschgenkuchen · ↗Zwetschkenkuchen · ↗Zwiebelkuchen · ↗Ölkuchen
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
größeres Gebäck, das aus Mehl, Fett, Eiern, Zucker und verschiedenen anderen Zutaten in mannigfaltiger Weise bereitet wird
Beispiele:
ein runder, flacher, süßer, frischer Kuchen
nasser, trockener Kuchen
der Kuchen geht, ist zusammengefallen, angebrannt
einen Kuchen (auf einem Blech, in einer Form) backen
den Kuchen anschneiden, mit Zucker bestreuen
ein Stück Kuchen abschneiden, essen
zur Geburtstagsfeier gab es Kaffee und Kuchen
Backe, backe Kuchen, der Bäcker hat gerufen [Kinderlied]
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlich er hat alle Rosinen aus dem Kuchen gepickt, geklaubt (= er hat das Beste für sich genommen)
spöttisch, übertragen ja, Kuchen!damit ist es nichts!
Beispiel:
»Ja, Kuchen«, erwiderte sie. »Da bist du glatt auf dem Holzweg ...« [Wasserm.Wahnschaffe2,120]
2.
Rückstand beim Pressen von Ölfrüchten, Trauben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kuchen m. ‘Feingebäck’, ahd. kuohho (9. Jh., phan(n)kuohho, 8. Jh.), mhd. kuoche, mnd. kōke, mnl. coeke, couke, nl. koek, asächs. (deminutiv) kōkilīn, ablautend anord. kaka in kǫkukorn ‘kleiner Kuchen’, schwed. kaka ‘Kuchen, Brotlaib’ sowie koka ‘Erdscholle’ führen auf germ. *kōka-, *kaka-. Sichere außergerm. Anknüpfungsmöglichkeiten finden sich nicht. Eine reduplizierende Bildung der Kindersprache? Ein Substratwort? Das auslautende -n stammt aus den flektierten Kasus, bis ins 16. Jh. begegnet noch der Nominativ Kuche. Der Ausdruck steht zunächst für eine Art ‘Brotkuchen’ und nimmt etwa im 15. Jh. die heutige Bedeutung an. Terminologisch bezeichnet Kuchen eine ‘breiartige Masse’ im Hüttenwesen, bei der Kelterei und der Ölherstellung (Mitte 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kuchen · ↗Torte
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Käsekuchen · ↗Quarkkuchen  ●  ↗Quarktorte  schweiz. · Topfenkuchen  österr.
  • Aufläufer · Fettpfützenkuchen · Huckelkuchen · Platzkuchen · Prophetenkuchen · Thüringer Platz
  • Breikuchen · Schmandkuchen · Schmierkuchen
  • Kalte Pracht · Kalte Schnauze · Kalte Torte · Kalter Hund · Kalter Igel · Kekstorte · Kellerkuchen · ↗Lukullus · Schokosalami · Schwarzer Hund · Schwarzer Peter · Wandsbeker Speck
  • Pflaumenkuchen · ↗Zwetschenkuchen · ↗Zwetschgenkuchen  ●  Prommetaat  rheinisch · Prummekooke  rheinisch · Prummetaat  rheinisch · Pruumetaat  rheinisch · Quetschekuche  saarländisch, hessisch · Zwetschgendatschi  bair., badisch · Zwetschkendatschi  österr. · Zwetschkenfleck  österr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brot Brötchen Gebäck Kaffee Kakao Keks Obst Rosine Saft Sahne Schokolade Stück Tee Torte Würstchen abbekommen abhaben aufteilen backen bewirten essen gebacken hausgemacht herausschneiden lecker picken selbstgebacken servieren süß verteilend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kuchen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich drehe den Kuchen um und er gleitet aus der Form.
Bach, Tamara: Marsmädchen, Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger 2003, S. 138
Ich gebe zu, dass ich es nicht übers Herz gebracht habe, den Kuchen abzulehnen.
Der Tagesspiegel, 06.05.2002
Verkauft wurde hier nur der Teil vom Kuchen, den die kleinen Bäcker nicht mehr selber essen konnten.
Süddeutsche Zeitung, 04.07.2001
So oft schicke ich doch wirklich keine Päckchen und Kuchen backe ich auch nicht oft.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 23.04.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Das ist der erste Kuchen, den wir im neuen Herd gebacken haben.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 16.03.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Kuchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kuchen>, abgerufen am 19.06.2019.

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